Abschied nach 25 Jahren im Bad Friedrichshaller Gemeinderat

Bad Friedrichshall  Günter Friederich erhielt am Dienstagabend die goldene Ehrennadel der Stadt Bad Friedrichshall für 25 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit. Außerdem überreichte Bürgermeister Timo Frey auch Auszeichnungen vom Gemeinderat.

Von unserer Redakteurin Sabine Friedrich
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Bad Friedrichshaller Gemeinderäte wurden verabschiedet, andere geehrt
Günter Friederich (links) wurde von Bürgermeister Timo Frey ausgezeichnet. Foto: Ralf Seidel/Stadt Friedrichshall

Wer mindestens 25 Jahre Stadtrat war und ausscheidet, dem richtet Bad Friedrichshall eine extra Feier aus, um ihn mit der Ehrennadel in Gold der Stadt zu würdigen. Dies wurde am Dienstagabend Günter Friederich zuteil. Über 80 Gäste verabschiedeten den 63-Jährigen in der Alten Kelter in Kochendorf. Zuvor erhielten in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats im Rathaus die anderen zehn Männer und Frauen, die seit zehn, 20 und 30 Jahren dabei sind, die Auszeichnung des Gemeindetags. Für die weiteren acht ausscheidenden Mitglieder fand Bürgermeister Timo Frey ebenfalls persönliche Worte.

Persönliche Worte für die Ausscheidenden

Neben Friederich hatte auch Markus Schön (FWV) den Sprung ins Gremium für eine zweite Amtszeit nicht geschafft. Das bedauerte Frey sehr, weil es kein Fachgebiet gegeben habe, in dem Schön sich nicht auskenne. Besonders dessen Kompetenz in Sachen Finanzen pries er an. "Bewahren Sie Ihr Herzblut", mit diesen Worten verabschiedete Frey Petrit Tafaj (CDU) aus dem Plattenwald, der 2018 für Michael Kramer nachgerückt war, es nun aber nicht mehr ins Gremium schaffte. Zwei Jahre war Franz-Josef Denz (CDU) dabei, der sich nicht mehr aufstellen ließ. Frey bezeichnete ihn als tüchtig und engagiert. Wie Alexander Geißler, der nicht anwesend sein konnte, gehörte auch Reiner Hajek (beide SPD) fünf Jahre dem Gemeinderat an. Stets präsent sei er gewesen, so Frey.

Bad Friedrichshaller Gemeinderäte wurden verabschiedet, andere geehrt
Wurden verabschiedet (v. l.): Markus Schön, Petrit Tafaj, Gerhard Kemmler, Franz-Josef Denz und Reiner Hajek. Es fehlt Alexander Geißler. Foto: Ralf Seidel/Stadt Friedrichshall

Gerhard Kemmler (CDU) hatte nach 15 Jahren nicht mehr kandidiert. "Er nennt die Dinge klar beim Namen", charakterisierte Frey den Kochendorfer. Dessen Hintergrundwissen und Ortskenntnisse habe er zu schätzen gewusst. Der Landwirt habe sich sehr für die Belange seines Berufsstands, für die Natur und Umwelt und den schonenden Umgang mit Flächen eingesetzt.

Verantwortung für die Sache und Verlässlichkeit hätten die Arbeit von Günter Friederich geprägt, lobte Frey den Dienstältesten unter den Ausscheidenden in der Alten Kelter. Friederich seit seit seiner frühesten Jugend sozial engagiert, etwa im DRK-Ortsverein.

Mitbegründer des Fördervereins des Gymnasiums

SPD-Fraktionsvorsitzender Herbert Benzschawel erinnerte daran, dass Friederich anfänglich als Grüner im Gemeinderat tätig war, ehe er 1995 seine eigentliche Heimat in der SPD gefunden habe. Als Mitbegründer des Fördervereins des Friedrich-von-Alberti-Gymnasiums liege im das Wohl der Jugend am Herzen, ging Benzschawel auf eine weitere ehrenamtliche Tätigkeit Friederichs ein. Der Geehrte nannte drei wichtige Eckpunkte in seiner Zeit als Stadtrat: Bau des Gymnasiums und Sportparks, die Schaffung der neuen Stadtmitte und des Stadtteils Plattenwald.

Wie Friederich bekamen auch amtierende Räte eine Auszeichnung vom Gemeindetag: Werner Wally und Johannes Hirth beide CDU für 30 Jahre, Andreas Friedauer (FWV) und Karlheinz Hofmann (CDU) für 20 Jahre, Ulrich Seidel(CDU) für 17 Jahre und für zehn Jahre Herbert Benzschawel, Gabriele Mandel, Silke Ortswein (alle SPD), Reinhard Tomczak (CDU) und Yvonne Weckbach (FVW).


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