Nach Feuer im Heizungskeller: Grundschule Obergimpern soll weiterbetrieben werden
Am Samstag hat die Ölheizung in der Grundschule in Bad Rappenau-Obergimpern gebrannt. Ersatz war befürchtet worden, die Schule müsse bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Doch nun ist eine Notversorgung geplant.
Zunächst war man davon ausgegangen, dass die Grundschule in Obergimpern nach einem Brand im Heizkeller am Samstag vorerst geschlossen bleiben muss – auch nach den Winterferien. Ein Notquartier war in Überlegung für Schüler und Lehrer. „Dieses Vorhaben haben wir aber wieder verworfen“, sagt Alexander Speer, Leiter des Bad Rappenauer Hochbauamts. Das wäre viel zu kompliziert geworden.“ Stattdessen sprach Speer am Montag mit dem Elektriker darüber, wie eine Notversorgung des Schulgebäudes mit einer Wiederaufnahme des Schulbetriebs aussehen könnte.
Jetzt steht fest: Ab Donnerstag, 8. Januar, wird Unterricht und Kernzeitbetreuung wie gewohnt im Schulgebäude stattfinden. Nur für einen Tag lang, den Mittwoch, wird es einen Notbetrieb im Katholischen Pfarrzentrum in der Ortsmitte von Obergimpern geben. Das teilte die Bad Rappenauer Stadtverwaltung am Montag mit.
Stadt arbeitet mit Hochdruck an einer Notlösung
Derzeit arbeiteten die Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie mehrerer Betriebe mit Hochdruck daran, eine Notheizung im Gebäude der Grundschule Obergimpern zu installieren. Zum Einsatz kommen dabei die Warmluftgasheizanlage aus der leerstehenden Flüchtlingsunterbringung in Fürfeld, ein Flüssiggastank der Sinsheimer Firma Westfa sowie zusätzliche elektrische Heißluftgebläse. Alles soll bis Donnerstag eingebaut und angeschlossen werden. Das Vorgehen sei mit der Schulleitung abgestimmt worden, heißt es.

Wie die Feuerwehr Bad Rappenau bereits am Samstag mitteilte, war es die Ölheizung, die in der Schule am Dreschplatz in Obergimpern in Flammen aufgegangen. Glück im Unglück: Die Feuerwehr Obergimpern hat ihre Wache direkt neben dem Schulgebäude. Ein Mitarbeiter des städtischen Bauhofs hatte den Brand am Samstagmorgen gegen 9 Uhr bemerkt. Die Rauchmelder hätten geschrillt, berichtet er am Montag. Es sei purer Zufall gewesen, dass er das mitbekommen habe. Von außen sind dem Gebäude kaum Brandspuren anzusehen. Nur um einen Lüftungsschacht herum befindet sich auffällig viel Ruß.
Zunächst war man wegen eines angeblichen Zimmerbrands alarmiert worden
Bad Rappenaus Oberbürgermeister Sebastian Frei informierte ebenfalls bereits am Samstag in sozialen Medien über das Geschehen. „Es wird gerade das Ausmaß der Schäden untersucht“, teilte er mit. Mitarbeiter des Hochbauamts seien vor Ort. Vom Ausmaß der Schäden hänge natürlich auch ab, ob der Schulbetrieb betroffen sei, so Frei. Definitive Aussagen seien aber noch nicht möglich, hieß es zu diesem Zeitpunkt.
Die Feuerwehr berichtet, zunächst sei man von der Leitstelle Heilbronn wegen eines Zimmerbrands alarmiert worden. Am Einsatzort habe sich dann aber herausgestellt, dass der Kellerraum der Grundschule betroffen sei. Es sei zu einer starken Verrußung gekommen. „Das Feuer konnte zügig mit einem C-Rohr gelöscht werden“, heißt es im Pressebericht der Feuerwehr. Anschließend hätten Einsatzkräfte die betroffenen Räumlichkeiten belüftet.
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