Die Ausstellung „Heimatreporter unterwegs“ ist noch bis zum 8. März immer samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen. Ausnahme: Am 14. Februar zieht der Faschingsumzug durch Bad Rappenau. Deshalb bleibt das Kulturhaus Fränkischer Hof und somit die Ausstellung geschlossen. An jedem Öffnungstag ist jeweils ein kleines Team der ausstellenden Heimatreporter vor Ort.Das Bürgerportal Meine Stimme verlost unter allen Heimatreportern, die bis zum 9. März einen Beitrag oder Schnappschuss rund um die Ausstellung auf der Plattform einstellen Vogelfutterhäuschen. Mitmachen unter: meine.stimme.de/274764. eck
Zeigen, was andere nicht sehen: Heimatreporter-Ausstellung in Bad Rappenau begeistert
Vernissage der Ausstellung „Heimatreporter unterwegs“ in Bad Rappenau. 13 Heimatreporter zeigen 39 Landschafts- und Naturmotive aus der Region

Sie verbindet die Liebe zu Fotografie und zur Natur. Kennengelernt haben sich die 13 Hobbyfotografen über das Bürgerportal Meine Stimme. „Wir sind zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen.“ So fasst es Heimatreporterin Sigrid Schlottke in ihrer Rede zur Vernissage der Ausstellung „Heimatreporter unterwegs“ zusammen.
Bis zum 8. März zeigen 13 Heimatreporter, so werden die User des Portals Meine Stimme genannt, im Fränkischen Hof in Bad Rappenau 39 Fotografien aus der Region.
Mit dabei beim Bürgerportal Meine Stimme: „Frau Adlerauge“ und der „Eichhörnchenflüsterer“
Da ist zum Beispiel Elke Köbernick. „Ihr Herz schlägt für die Tierfotografie“, stellt Sigrid Schlottke die Leingartenerin vor. Tanja Blind aus Frauenzimmern „entgeht auch das kleinste Insekt nicht“. Die Community nennt sie deshalb „Frau Adlerauge“. Als „Eichhörnchenflüsterer“ ist Wolfgang Kynast inzwischen nicht nur auf dem Heilbronner Hauptfriedhof bestens bekannt.
Die älteste Ausstellerin ist mit 84 Jahren Elektra Domesle aus Flein. Wie viele hat sie Verwandtschaft oder Freunde zur Vernissage mitgebracht. Ihre Tochter Andrea Domesle freut sich, dass ihre Mutter vor sechs Jahren auf Meine Stimme aufmerksam geworden ist und bei den privat organisierten Treffen der Heimatreporter zum Fachsimpeln, Kaffeetrinken und Motive Suchen dabei ist. „Das hält sie fit.“
Fit durchs Fotografieren
Wie fit das Fotografieren macht, zeigt auch der Vorsitzende des Heimat- und Museumsvereins Bad Rappenau, Erich Schuh in seiner Eröffnungsrede in „unserem Häusle“, dem Fränkischen Hof, auf. „Für diese Fotomotive sind Sie auf dem Boden herumgerutscht, früh aufgestanden und haben sich sicher hier und da verrenkt. Das sieht man den Bildern an.“ Immer mit dem Ziel: „Uns das Normale in der Natur zu zeigen, das wir nicht sehen.“ Das wäre zum Beispiel: Wetterkapriolen im Ziegeleipark in Heilbronn, die Egon Groß eingefangen hat, ein blühendes Rapsfeld im Kraichgau, das Sigrid Schlottke untertitelt: „Mein Herz wird weit.“ Aber auch viele Makroaufnahmen aus der Region begeistern die rund 70 Gäste der Vernissage: Gülay Sween aus Ingelfingen lässt über eine Gottesanbeterin, die eine Heidelibelle verschlingt, staunen. Eines von Uschi Dugulins drei Fotografien zeigt eine Feldwespe in ganz nah.
Die Neuensteinerin musste sich wie alle 13 Hobbyfotografen entscheiden, welche drei Motive aus ihrem reichen Fotofundus sie in Bad Rappenau ausstellt. Eine schwierige Sache. So auch für Gerd Tiedtke aus Heilbronn-Biberach, der auf seinem Computer mehr als 55.000 Fotos verwaltet. Unter den rund 3000 Aufnahmen, die Motive aus der Region zeigen, hat er sich für Bilder entschieden, die für ihn das Motto „Heimatreporter unterwegs“ am besten widerspiegeln: Landschaftsfotos und eine Aufnahme mit Fachwerkhäusern in Bad Wimpfen.
„Wir möchten die Schönheit und Vielfalt der Region zeigen“, umschreibt Tanja Blind aus Frauenzimmern die Motivation der Heimatreporter, eine Ausstellung auf die Beine zu stellen. „Mit jedem Bild transportieren wir Emotion.“ Wie sehr diese wirkt, beweist Bruni Preissler. Die Bad Friedrichshallerin kennt Tanja Blinds Aufnahmen aus Meine Stimme und der Heilbronner Stimme. Jetzt ist sie zur Ausstellung gekommen, um Tanja Blind „mal in echt zu treffen. Ich finde ihre Fotos so toll.“
Aber auch Gesichter zu anderen Namen auf dem Portal zu sehen, war Ansporn für sie und andere Heimatreporter und solche, die es werden wollen, zu kommen. Der intensive Austausch über Fotomotive, Kameraausstattung, Blenden, Weitwinkel und Stative beweist: Die Ausstellung hat die Community weiter belebt. Als Ergänzung der Vernissage waren auch Vivien Müller und Katja Bernecker vom Meine Stimme-Team für Fragen und Infos rund um das Bürgerportal vor Ort.
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