Stefan Skobowsky tritt sein Kantorenamt an

Heilbronn - Am Sonntag ist sein großer Tag: Um 11 Uhr wird Stefan Skobowsky mit einem Kantatengottesdienst in sein Amt als Kantor der Kilianskirche eingeführt

Von Uwe Grosser

Stefan Skobowsky tritt sein Kantorenamt an
Der neue Heilbronner Kilianskantor Stefan Skobowsky.Foto: Ulrike Kugler

Heilbronn - Am Sonntag ist sein großer Tag: Um 11 Uhr wird Stefan Skobowsky mit einem Kantatengottesdienst in sein Amt als Kantor der Kilianskirche eingeführt. Bach-Chor und Vokalensemble bieten neben Motetten von Mendelssohn Bachs Kantate „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ mit Solisten und Instrumentalisten der Musikschule Heilbronn.

Der Nachfolger von Kilianskantor Axel Becker wird 1968 in Freudenstadt geboren, wächst in Altensteig auf, wo er mit elf Jahren Mitglied der berühmten Christophorus-Kantorei wird. Er lernt Klavier und Orgel und studiert nach dem Zivildienst Schul- und Kirchenmusik in Freiburg. Als Verbreiterungsfach studiert er in Trossingen Jazz- und Popularmusik. Gleich nach dem Studium wird Skobowsky Bezirkskantor in Nagold, und jetzt, zehn Jahre später, ist er Kilianskantor.

Kinderchor

„Die Kilianskirche ist ein Traum für einen Kirchenmusiker“, bekennt er offen. „Dass die Orgelmusik hier so eine große Rolle spielt“, findet er großartig: „Es war toll, wie voll die Kirche kürzlich bei der Orgelmusik zur Marktzeit war.“ Und weil es musikalisch an der Kilianskirche so gut läuft, sieht er auch keine Veranlassung, etwas zu ändern. Nur eines fehlt: „Es gibt den Wunsch der Kiliansgemeinde, einen Kinderchor zu gründen.“

Ökumene

Er selbst hat zusammen mit Ehefrau Agnes Karasek, die am Mönchseegymnasium Musik unterrichtet, zwei Söhne und eine Tochter. Weil sie „sehr herzlich in Heilbronn empfangen wurden“, fühlt sich die Familie auch sehr wohl in der Stadt. Vor allem das kulturelle Angebot, das im Nordschwarzwald recht dünn war, hat es dem neuen Kantor angetan. Auch von seinem Arbeitsplatz ist er jetzt schon begeistert: „Herr Becker hat das super hinterlassen.“ Was ihm außerdem gut gefällt: „Dass das Deutschordensmünster praktisch quer über die Straße ist.“ Mit Münsterkantor Michael Saum will er ökumenisch eng zusammenarbeiten.


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