Das Licht der Nordseeinseln

Ausstellung mit Pastellkreide- und Acrylbilder von Ute Etzkorn in der Galerie im Rundbau des GKN

Von Martina Kitzing-Bretz

Das Licht der Nordseeinseln
Landschaftsmalerei der besonderen Stimmung ist das Metier von Ute Etzkorn wie auf ihrem Bild "Seglersteg − Wyk, Föhr II".Foto: Martina Kitzing-Bretz

Neckarwestheim - Im Vordergrund tanzt das Sonnenlicht mit hellem Glanz auf den Wellen des den Utersumer Strand umspülenden Nordseewassers. Im Hintergrund lastet ein dunkles, bedrohlich näher kommendes Wolkenband schwer auf der Dünenlandschaft der Insel Föhr.

Das mit Pastellkreide gemalte Bild hängt in der Ausstellung mit Arbeiten von Ute Etzkorn, die sich in ihrer Landschaftsmalerei der besonderen Stimmung des Lichts auf den Nordseeinseln verschrieben hat. In der Galerie im Rundbau des Kernkraftwerks hängen die Landschaften der Inseln Hallig Hooge, Sylt, Föhr oder Langeneß, auf denen die Künstlerin seit ihrer Kindheit die Ferien verbringt.

"Licht, Stimmung, Atmosphäre wiederzugeben, darin liegt für mich der künstlerische Reiz", erläutert Ute Etzkorn ihre pastellenen Landschaftsbilder, in denen sie den Phänomenen der Lichtbrechung und Lichtreflexion nachgeht.

Das Pastell als Technik, bei der die Kreide verwischt wird, bietet sich an, um die Übergänge zwischen Wasser, Luft und Erde fließend zu gestalten oder malerisch aufzulösen. Durch die Mischung der Farbnuancen kann die 1958 in Herne geborene und seit 18 Jahren in Heilbronn lebende Künstlerin die flüchtigen Naturphänomene zum Ausdruck bringen.

Weiche Übergänge

So gestaltet die Malerin, die ihre Bilder nach Skizzen von der Natur oder eigenen Fotos im Atelier malt, den Leuchtturm von Wyk auf Föhr, das sich im Wind biegende Strandgras und die sich am Horizont auftürmenden Wolken in der dunstigen Luft des Meeres in weichen Übergängen. In anderen Bildern gibt sie in pudrigen Pastelltönen mit hohem Weißanteil die Spiegelungen der Wasseroberfläche in den Prielen oder das Glitzern des Wassers bei Ebbe auf dem Wattboden wieder.

"Ich könnte tagelang am Strand sitzen oder aus dem Fenster schauen und den sich ständig verändernden Himmel beobachten" bekennt sie. Bald schließt sie ihr Studium für Bildende Kunst an der Akademie Faber Castell ab und kann sich noch intensiver als bislang der Landschaftsmalerei in Pastell mit ihrer Lichthaltigkeit und den feinsten Tonstufungen hingeben.

Die Ausstellung läuft bis 9. September und ist täglich von 9 bis 17 Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen, zu besichtigen.