Kommentar zu #Allesdichtmachen: Schlag ins Gesicht erschöpfter Pflegekräfte

Kultursektor
Bild: Britta Pedersen (dpa)

Kommentar  Der gärende Unmut unter Kulturschaffenden bricht sich in der Kampagne #Allesdichtmachen Bahn. Das ist schlechte Satire, kommentiert unser Redakteur Ranjo Doering. Er hält Ironie, Hohn und Sarkasmus während der Pandemie aus mehreren Gründen für unangebracht.


Die Kultur leidet. Und das seit mehr als einem Jahr. Staatliche Hilfen kommen gar nicht oder zu spät an, etliche Künstler stehen vor dem finanziellen Ruin. Da ist Frust programmiert. Dieser gärende Unmut äußert sich jetzt in der Netz-Kampagne #Allesdichtmachen. Natürlich sind bekannte Namen wie Jan Josef Liefers, Heike Makatsch oder Ulrich Tukur ein gutes Sprachrohr, um auf die schlimme Situation in der Branche aufmerksam zu machen. Trotzdem ist die Aktion in ihrer Umsetzung ein Fehlschlag.