Gutes noch ein Stückchen besser gemacht

Gundelsheim  Der Gitarrist und Komponist Markus Ullrich legt bei seiner Band Them großen Wert auf eingängige Refrains. Das dritte Album "Return To Hemmersmoor" erscheint im Oktober.

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Das aktuelle Line-up der deutsch-amerikanischen Band Them: (von links) Richie Seibel, Markus Ullrich, Alexander Palma, Troy Norr, Markus Johansson und Angel Cotte.

Foto: privat

Die Corona-Pandemie hatte praktisch keinen negativen Einfluss auf die Arbeiten am dritten Them-Album "Return To Hemmersmoor", das nächsten Monat erscheinen wird. Grund: Die Musiker um den Gundelsheimer Gitarristen und Hauptsongschreiber Markus Ullrich (46) sind Distanz gewohnt - schließlich wohnen drei in der Region, drei in den USA.

Doch dank moderner Kommunikationsmittel können Ideen und Anregungen zeitnah ausgetauscht, zu Hause aufgenommene Musikdateien hin und hergeschickt werden. Markus Ullrich komponiert den Großteil der Musik, Sänger Troy Norr fügt passende Gesangslinien hinzu, das Schlagzeugspiel von Angel Cotte wurde wiederum in Denver unter der Leitung des erfahrenen Produzenten Dave Otero aufgenommen. Ergebnis: Ein Metal-Album, das in Sachen Klangqualität Champions League-Niveau erreicht.

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Weitere Informationen gibt es auf der Website und auf der Facebook-Seite der Band.

Der nächste logische Schritt

Doch nicht nur der Sound überzeugt, auch die Songs sind ein Festschmaus für Freunde melodischer, druckvoller Klänge. Für Markus Ullrich ist das neue Album nach "Sweet Hollow" (2016) und "Manor Of The Seven Gables" (2018) der nächste logische Schritt - schließlich versucht er stets, auch Gutes immer noch ein bisschen besser zu machen. "Ich lege großen Wert auf eingängige Refrains. Und ich denke, dass sie uns dieses Mal besonders gut gelungen sind."

Die in der Fachpresse immer wieder auftauchenden Vergleiche mit der dänischen Metal-Ikone King Diamond kann Ullrich übrigens nur sehr bedingt nachvollziehen, denn außer den - mittlerweile extrem sparsam eingesetzten - spitzen Schreien und der zugrunde liegenden Grusel-Horror-Thematik gebe es eigentlich keine Gemeinsamkeiten. "Wir klingen anders, deutlich thrashiger", betont der Gitarrist. "Bei der dritten Platte noch mehr als auf den beiden Vorgängern."

Inhaltliches Konzept

Was Them von anderen Kapellen abhebt, ist das inhaltliche Konzept. Erzählt wird die Geschichte eines Mannes, der seine Familie bei mittelalterlichen Hexenprozessen verliert und sich auf seiner Flucht vom Gejagten zum Jäger wandelt, um gegen Unrecht zu kämpfen. "Ich bin großer Fan der alten englischen Hammer-Studio-Filme" sagt Markus Ullrich. "Auch italienische Regisseure wie Mario Bava und Dario Argento haben mich seit je her stark beeinflusst."

Bei den Live-Shows hat die Combo in der Vergangenheit für eine passende optische Umsetzung gesorgt - unter anderem mit Feuerspielen, einem kleinen rauchenden Sarg sowie extra arrangiertem Schauspieler. "Wir hatten teilweise einen ganzen Anhänger voller Requisiten dabei", erzählt Ullrich lachend. "Das war schon ein wenig übertrieben."

Und dann kommt eben doch noch die Corona-Pandemie ins Spiel, denn eigentlich wollten die sechs Musiker im Oktober auf Tournee gehen, um das Them-Album zu promoten. Doch daraus wird wohl vorerst nichts. Also hat Multitalent Ullrich nun mehr Zeit, um sich seiner zweiten Band Septagon zu widmen - denn deren dritter Streich "We Only Die Once" soll bereits Anfang 2021 in den Läden stehen.


Alexander Rülke

Alexander Rülke

Stv. Ressortleiter Leben und Freizeit

Alexander Rülke ist im Ressort Leben und Freizeit für die Sonderveröffentlichungen des Medienunternehmens zuständig. Dazu gehören unter anderem das Wochenendmagazin Freizeit sowie die Autostimme. Der gebürtige Heilbronner interessiert sich für alle Neuigkeiten auf vier Rädern und ist in der Redaktion zudem Ansprechpartner für Themen rund um Heavy Metal.

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