Der Abstatter Peter Fritsch veröffentlicht Musik als The Officer und Peter Newman

Abstatt  Peter Fritsch macht schon über zwei Jahrzehnte unter dem Namen The Officer Musik, 2016 startete er als Peter Newmann ein neues Projekt. Der Sänger kann auf einige Charterfolge zurückblicken. Wir haben den 50-Jährigen für ein Gespräch getroffen.

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"Ich bin jemand, der sich gerne ausprobiert und neue Wege geht", sagt Peter Fritsch, der als The Officer und Peter Newman schon Charterfolge hatte.

Foto: WBIMAGES

Wenn man mit Peter Fritsch über seine Arbeit spricht, fällt immer wieder der Ausdruck der "stabilen Säulen". Damit meint der 50-Jährige sein Interesse, sich in ganz verschiedenen Bereichen auszuleben, und er meint damit auch die Standbeine, mit denen er sein Geld verdient. Seit 2018 wohnt Fritsch in Abstatt, ist dort Mitinhaber des Cafés Rondell am Bürgerplatz und arbeitet als psychologischer Berater und Atemcoach.

Eine "wichtige Rolle" spielt in seinem Leben auch die Musik. Seit Ende der 80er ist er als Sänger aktiv, veröffentlicht als Freestyle-Musiker The Officer und als Pop- und Dancekünstler Peter Newman Lieder und kam schon mehrfach in die Charts. Freestyle ist eine frühe Stilrichtung der Elektronischen Tanzmusik. Sie entstand in den frühen 1980er Jahren, als sich die Breakdance-Bewegung rasch wachsender Beliebtheit erfreute. Aus Verbindung mit Disco-, Hiphop- und Latin-Elementen entwickelte sich daraus der Freestyle.

1998 landete The Officer mit "Cry" einen Club-Hit

Den Höhepunkt erlebte das Genre im Jahr 1984, als der Song "Let the Music Play" von Shannon in den deutschen und den internationalen Charts vertreten war. Bekannte Vertreter der Musikrichtung sind die US-Amerikaner Johnny O, Timmy T und Stevie B. Während Corona hat Fritsch seine mittlerweile 40. Single veröffentlicht, das fünfte Album von The Officer soll bald erscheinen.

 

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Fritschs musikalische Karriere startet ungewöhnlich, genauer gesagt mit einem Liebeslied für seine damalige Freundin. "Es war ein Schlagersong", sagt Fritsch und lacht. Ein Produzent wird auf ihn aufmerksam. Unter dem Namen Stonay veröffentlicht er den Titel "Hold Me Tight", wenig später folgt als The Officer der Titel "Cry", der 1998 ein Club-Hit wird. "Freestyle-Musik lebt vom Tanzen. Für viele hat das etwas Nostalgisches, es ist eine Erinnerung an die Jugend. In vielen Ländern ist diese Musikrichtung immer noch sehr angesagt."

Wie Fritsch auf den Namen The Officer kam

Was es mit dem Namen The Officer auf sich hat? "Ich war damals im Personenschutz tätig, da kam die Idee irgendwann", erzählt Fritsch, der auf der Bühne auch konsequent in Uniform auftritt. Und wie geht er damit um, dass Polizisten in der heutigen Zeit verstärkt Ablehnung erfahren? "Ein komplexes Thema. Natürlich bekomme ich auch mal Kritik, aber ich komme dann mit den Leuten ins Gespräch. Umso wichtiger ist es, mit der Musik zu punkten."

Die Texte von Freestyle-Songs drehen sich in der Regel um Party und Liebe, so Fritsch. Apropos Party. Er selbst verzichtet seit seinem 18. Lebensjahr auf Alkohol, Drogenerfahrungen hat er, wie er sagt, keine gemacht. "Ich wollte mir nie meine Sinne vernebeln, sondern das Leben spüren. Ich hatte bisher keine Angst vor der Realität, so dass ich mich irgendwo hinbeamen müsste"

Doch nur über Party und Liebe zu singen, das reichte Fritsch bald nicht mehr. "Ich bin jemand, der sich gerne ausprobiert und neue Wege geht. Eine tiefsinnige Ballade als The Officer zu veröffentlichen? Das hätte keinen Sinn gemacht." Und so startet der Abstatter 2016 ein neues Projekt, veröffentlicht seitdem auch unter dem Namen Peter Newman. "Ich wollte mehr Gehalt in den Songtexten. Da spielt dann auch meine psychologische Arbeit mit rein. Ich singe über die Dinge, die um und mit uns passieren, arbeite mit philosophischen Ansätzen."

Auf Charterfolge bildet sich Peter Fritsch nichts ein

Zahlreiche Alben und Singles sind beim gebürtigen Landshuter im Laufe seine Karriere zusammen gekommen, Tourneen führten den 50-Jährigen nicht nur quer durch Deutschland, sondern auch nach Brasilien und in die USA. Die Charterfolge? "Darauf bildet man sich nichts ein. Man freut sich, man kennt aber auch den oft steinigen Weg dorthin. Das Musikbusiness ist schon ein Haifischbecken", kokettiert Fritsch. Wie es nun weitergeht? "Ich bin grundsätzlich immer am Machen. Ich schreibe auch Kinderlieder und arbeite in Kindergärten", so der Musiker. "Langeweile, so etwas kenne ich nicht."

Mehr zum Künstler
Im Internet unter www.facebook.com und www.facebook.com oder unter www.newmanity.de.

 

 


Ranjo Döring

Ranjo Doering

Autor

Ranjo Doering arbeitet seit 2015 bei der Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat und einem Jahr als Redakteur bei der Hohenloher Zeitung ist er seit 2018 im Kulturressort tätig. Seine Schwerpunkte sind Musik, Film, Theater und Kabarett.

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