Das Blacksheep-Festival 2021 in Bonfeld wurde abgesagt

Bad Rappenau  Auch in diesem Jahr wird es wegen der Corona-Pandemie kein dreitägiges Musikevent im Bad Rappenauer Teilort geben. Welche Planungen die Kulturinitiatve für 2022 hat und welches größere Event im November geplant ist, erzählt der Vorsitzende Ulrich Schneider.

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Auch in diesem Jahr müssen die Fans auf Festivalmomente in Bonfeld verzichten. Das Blacksheep-Festival 2021 wurde vorzeitig abgesagt.

Foto: Archiv/Veigel

Die Organisatoren des Blacksheep-Festivals schaffen schon Ende Januar Klarheit: Nach 2020 wird es aufgrund der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr kein dreitägiges Musikevent im Bad Rappenauer Teilort Bonfeld geben. "Die vergangenen zwei Wochen hat sich das abgezeichnet. Es war für das gesamte Team eine wirklich schwierige Entscheidung, aber es war allen klar, dass es die richtige ist", sagt Ulrich Schneider, Vorsitzender der Kulturinitiative Blacksheep.

Geplant war das Festival vom 24. bis zum 26. Juni, auf der Bühne hätten insgesamt 17 Künstler stehen sollen, darunter Konstantin Wecker, Uriah Heep, Stefanie Heinzmann und Alphaville.

Über kleinere Festivalformate wurde nachgedacht

Lange hat das Blacksheep-Team auch über kleinere, alternative Festivalformate nachgedacht - also über ein reduzierteres Programm und einer auch deutlich reduzierteren Besucherzahl. Auch Hygienekonzepte wurden für das Festival-Gelände durchgespielt. "Wir haben natürlich gehofft, dass es mit dem Impfen ein wenig schneller geht und man zusätzlich vor Ort noch Schnelltests machen kann."

Doch die Realität auf einem Festival, so Schneider, sieht meistens anders aus: "Es wird vor den Bühnen getanzt, es wird auf dem Gelände geplaudert, getrunken und gegessen. Das alles mit Maske und Abstand war für uns nicht vorstellbar. Wir haben das abgewogen, dann wurde aber klar, dass wir kein Festival im Juni planen können."

Band-Lineup soll für 2022 übernommen werden

Auch finanziell wollte die Kulturinitiative das Risiko nicht eingehen. "Das wäre nicht aufgegangen. Da hätten wir unsere Rücklagen aufbrauchen müssen", sagt Schneider. "Und wir hätten die Ticketpreise mehr als verdoppeln müssen." Apropos Ticketpreise. Die werden sich für das Blacksheep 2022 dennoch "moderat erhöhen", so Schneider. Nun richten sich die Planungen des Blacksheep auf das kommende Jahr, wenn die siebte Ausgabe des Festivals vom 23. bis zum 25. Juni stattfinden soll. "Wir sind optimistisch, dass die Lage dann wieder besser ist", sagt Schneider.

Und wie sieht es mit dem Lineup für 2022 aus? "Wir sind in Verhandlungen mit den Bands, die schon 2020 hätten auftreten sollen. Wir wollen das Programm so weit es geht auch ins kommende Jahr übertragen", so der Vorsitzende. Bereits gekaufte Eintrittskarten für die Ausgabe 2020, die auch für 2021 gegolten hätten, sind auch für das kommende Jahr gültig. Sie können bis 31. Dezember 2021 auf der Homepage zurückgegeben, gespendet oder auf 2022 übertragen werden.

Bereits in diesem Jahr soll es noch eine größere Veranstaltung der Kulturinitiative geben. Im Herbst ist ein Event mit einer Mischung aus regionalen und überregionalen Künstlern geplant. Austragungssort und Bands stehen noch nicht fest, aber "es soll schon eine Veranstaltung für mehr als 400 Besucher sein", sagt Ulrich Schneider.


Infos über Tickets und Festival

www.blacksheep-kultur.de


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Ranjo Döring

Ranjo Doering

Autor

Ranjo Doering arbeitet seit 2015 bei der Heilbronner Stimme. Nach seinem Volontariat und einem Jahr als Redakteur bei der Hohenloher Zeitung ist er seit 2018 im Kulturressort tätig. Seine Schwerpunkte sind Musik, Film, Theater und Kabarett.

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