Bei Reternity ziehen jetzt wieder alle an einem Strang

Heilbronn  Die Metal-Band hat turbulente Tage hinter sich. Doch jetzt geht es stramm vorwärts: Am 27. August erscheint ein neues Musikvideo und am 25. September das zweite Album "A Test Of Shadows"

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Das nagelneue Reternity Line-up: (von links) Oskar Schmidt (Gitarre), Didi Schenk (Bass), Carsten Sauter (Gitarre), Stefan Zörner (Gesang) und Suat Gören (Schlagzeug).

Foto: Oliver Laube

Bei Reternity herrscht ein hohes Arbeitstempo: Nur 16 Monate nach dem Debüt haben die Metaller bereits das zweite Album im Kasten. "A Test Of Shadows" heißt der zehn Songs starke Silberling, der am 25. September beim Nordhausener Label Black Sunset/MDD Records erscheinen wird. "Die Tracks sind stringenter und einheitlicher als früher. Auch die Produktion ist dieses Mal besser", sagt Frontmann Stefan Zörner (48). "Melodischer Metal mit 80er Vibes trifft auf moderne Riffs. Ich denke, so kann man den Sound von Reternity beschreiben." Erstmals gibt es auch Balladeskes zu hören. Für den Heilbronner ein logischer Schritt, denn man wolle nicht an einem Punkt stehenbleiben, sondern sich weiterentwickeln. "Und dazu gehört auch, dass man Neuland betritt."

Im März und April wurde der Nachfolger zu "Facing The Demon" im Analog Mixing Studio von Jonas Kümmerle aufgenommen. Noch während der Produktion gab es massive bandinterne Turbulenzen - Grund hierfür waren Differenzen in Bezug auf die musikalische Ausrichtung. Während Sascha Beul und Semen Brik den Nu Metal-Anteil bei Reternity drastisch erhöhen wollten, war das für Stefan Zörner und Hauptsongwriter Carsten Sauter (47) aus Untergruppenbach keine Option. Also habe man die Köpfe zusammengesteckt und sich ausgesprochen - um im Anschluss getrennter Wege zu gehen. "Es gab kein böses Blut, wir sind weiterhin Freunde", sagt Gitarrist Carsten Sauter. "Aber die Unzufriedenheit innerhalb der Band war einfach greifbar. Wenn man nicht an einem Strang zieht, ist es die beste Lösung, sich zu trennen."

Neue Mitglieder

Frisch an Bord sind nun Oskar Schmidt, Didi Schenk (Ex-Pyroclasm) und Suat Gören, Letzterer trommelt parallel bei den Heilbronner Metal-Veteranen The Past Alive. "Man kennt sich innerhalb der kleinen Szene, teilweise schon seit vielen Jahren", weiß Stefan Zörner. Sprich: Persönliche Kontakte haben die Musikersuche vereinfacht. Den Rest erledigten Posts auf Social-Media-Plattformen.

Kontakt

www.mdd-records.de

facebook.com/reternityband

Und die neuen Bandmitglieder waren nicht untätig, ganz im Gegenteil: Rund 30 Konzert-Minuten könne man schon bestreiten, so Carsten Sauter. Nach so kurzer Zeit sei das durchaus erstaunlich. "Das geht deswegen so schnell, weil wir uns gut verstehen und großen Spaß an der Sache haben", betont Suat Gören (48). "Wir haben alle das gleiche Ziel: Live zu spielen, dabei mit coolen Leuten ins Gespräch zu kommen und Party zu feiern." Er könne sich kein schöneres Hobby vorstellen. "Eines, bei dem man sich obendrein auch noch selbst verwirklichen kann."

Wie das Ganze letztlich ausschaut und sich anhört, davon können sich Metalfreunde ab 27. August einen ersten Eindruck verschaffen - denn an diesem Tag erscheint das erste Musikvideo zum neuen Album. Und einige Ideen für eine dritte Platte hat die im Jahr 2018 aus der Taufe gehobene Metal-Kapelle auch schon im Köcher - denn bei Reternity herrscht nun mal ein verdammt hohes Arbeitstempo.

 


Alexander Rülke

Alexander Rülke

Stv. Ressortleiter Leben und Freizeit

Alexander Rülke ist im Ressort Leben und Freizeit für die Sonderveröffentlichungen des Medienunternehmens zuständig. Dazu gehören unter anderem das Wochenendmagazin Freizeit sowie die Autostimme. Der gebürtige Heilbronner interessiert sich für alle Neuigkeiten auf vier Rädern und ist in der Redaktion zudem Ansprechpartner für Themen rund um Heavy Metal.

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