Wenn alles schwäbisch ist

Heilbronn  Wie wäre das, wenn die Großen der Welt auf einmal alle Schwaben wären? Dodokay alias Dominik Kuhn bringt in Weinsberg Barrack Obama und Roger Moore auf den Boden der Tatsachen.

Von Uwe Deecke

Wenn alles schwäbisch ist

Dodokay

Foto: Uwe Deecke

 

Wenn sich Obama auf Schwäbisch darüber aufregt, dass im Treppenhaus Fahrräder rumstehen, wo sie nicht hingehören, kann das urkomisch sein. Die Filme des Reutlinger Autors, Produzenten und Sprechers Kuhn haben auf Youtube Erfolg und zeigen: Es wird dort schwäbisch gesprochen, wo man es niemals vermutet hätte. Aber man muss realistisch bleiben. Schwäbisch ist der zweitunbeliebteste Dialekt. Und der Schwabe hat viele Eigenarten, die er an diesem Abend den 350 Zuschauern erklären will.

Der Schwabe kommentiert alles und jeden, ist furchtlos und neugierig. Und er hört nicht zu. Dafür hat Kuhn Beispiele, von der Nachbarin daheim bis zum SV 49, gemeint ist der Bundestag, einem schwäbischen Verein, in dem Fritz Kuhn an Fasching den Entertainer gibt.

Dafür schaut sich Dodokay 600 Stunden Filmmaterial aus dem Bundestag an. Was er zeigt, hat gut zehn Jahre auf dem Buckel und war schon in seiner letzten Show zu sehen. Es bleibt beim Klamauk. Was geht in Weinsberg und was nicht? Sind hier überhaupt noch Schwaben oder schon Franken? Kuhn macht sich Notizen, feilt für die nächste Show. Stimmen indes, die kann er, ob Frau Hügele, Günter Oettinger oder Winfried Kretschmann.