Kauft die Stadt Heilbronn ein beliebtes Buga-Kunstwerk?

Interview  26 Skulpturen internationaler Künstler haben auf der Buga Zeichen gesetzt. Sollte Heilbronn nicht ein Erinnerungsstück behalten, wollte Stimme.de von OB Harry Mergel wissen. Jener sagt, dass die Stadt tatsächlich mit diesem Gedanken spielt.

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80.000 Besucher lassen sich über die Buga führen
Ob und welche Skulptur die Stadt ankauft, ist noch offen. Ebenso, wie ein möglicher Ankauf finanziert wird. In den nächsten Tagen sollen Gespräche geführt werden. Beliebte Fotomotive und Publikumslieblinge waren zweifelsfrei die „Duscher“ von Christel Lechner ... Foto: Mario Berger

26 Skulpturen internationaler Künstler haben auf der Buga Zeichen gesetzt. Sollte Heilbronn nicht ein Erinnerungsstück behalten, wollten wir von OB Harry Mergel wissen.

 

Heilbronn würde es gut anstehen, eine der Skulpturen anzukaufen.

Harry Mergel: Die Skulpturen waren begehrte Fotomotive. So konnten die Besucher die Bundesgartenschau mit allen Sinnen wahrnehmen. Die Stadt spielt in der Tat mit dem Gedanken, ein Werk zu kaufen.

 

Welche Arbeit soll das sein: etwas Figürliches oder eine abstrakte Arbeit?

Mergel: Wir haben zwei, drei Objekte im Blick, die auch bei den Besuchern besonders beliebt waren. Konkrete Gespräche dazu werden wir in den nächsten Tagen führen. Es ist noch alles offen.

 

... und die Badende auf dem bunten Wasserball von Carole A. Feuerman. Die US-Amerikanerin Feuerman gilt als eine der wegweisenden Bildhauerinnen des Hyperrealismus. Fotos: Mario Berger / Ulrich Friedrich via meine.stimme.de

Wer finanziert den Ankauf?

Mergel: Der Käufer.

 

Steht der Stadt dafür ein außerordentlicher Etat zur Verfügung?

Mergel: Wir werden eine Lösung finden.

 

Die Skulpturen sind Leihgaben, es bestehen Verträge mit Agenturen, Galerien oder direkt mit Künstlern: Bis wann muss die Kunst weg sein?

Mergel: Bis Ende Oktober werden die Skulpturen abgebaut und gehen an die Leihgeber zurück.

 

Ganz klar sind die Besitzverhältnisse bei den Plastiken von Susanne Egle und Andreas Mayer-Brennenstuhl. Hervorgegangen aus einem städtischen Kunstwettbewerb, gehören sie damit der Stadt Heilbronn. Stellt sich jetzt nur die Frage, wohin mit den Kissen "Himmel auf Erden" und wohin mit der "Bibliothek der Akademie für Transformations-Kompetenz"?

Mergel: Die Kissen "Himmel auf Erden" liegen im Hafenpark, einem der Teilbereiche der Buga, die dauerhaft bestehen bleiben. In Abstimmung mit der Künstlerin können sie vorerst dort bleiben. Mayer-Brennenstuhl wird seine Bibliothek wieder abbauen. Sie steht im Hochwassergefahrenbereich am Kraftwerk der Zeag, die diesen Standort temporär zur Verfügung gestellt hat. 

 


Claudia Ihlefeld

Claudia Ihlefeld

Autorin

Seit ihrem Volontariat bei der Heilbronner Stimme 1991 schreibt Claudia Ihlefeld überwiegend über regionale Kultur und Kulturpolitik, aber auch über nationale und internationale Kulturereignisse.

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