Intendantin Madeleine Landlinger verlässt 2020 das WKO Heilbronn

Heilbronn  Die österreichische Intendantin verlässt das Württembergische Kammerorchester Heilbronn nach viereinhalb Jahren. Als Grund werden unterschiedliche Vorstellungen über die zukünftige strategische Ausrichtung des Orchesters genannt.

Von unserer Redaktion
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Intendantin Madeleine Landlinger verlässt 2020 das WKO

Intendantin Madeleine Landlinger verlässt 2020 das WKO. Foto: Archiv/Berger

Die Nachricht kommt überraschend: Die Wege des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn (WKO) und seiner geschäftsführenden Intendantin Madeleine Landlinger trennen sich nach viereinhalb Jahren.

Wie der Vorsitzende des WKO-Stiftungsrats, Ralf Peter Beitner, in einer Pressemitteilung von Mittwoch mitteilt, wird Landlinger das Orchester zum 1. Januar 2020 verlassen, da Stiftungsrat und Stiftungsvorstand, dessen Vorsitzende Landlinger ist, unterschiedliche Vorstellungen über die zukünftige strategische Ausrichtung des internationalen Klangkörpers haben. Was das genau heißt? "Mehr werden wir zu diesem Zeitpunkt nicht dazu sagen. Wir werden die Angelegenheit zunächst nur intern besprechen", sagt Beitner auf Nachfrage der Heilbronner Stimme.

Erfolgreiches Kammerorchester im deutschsprachigen Raum

Die studierte Kultur- und Musikmanagerin ist seit September 2015 geschäftsführende Intendantin und Vorsitzende des Stiftungsvorstands des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn. "Madeleine Landlinger hat mit ihrer breiten Erfahrung in der Führung von Orchestern und ihrer umfassenden Expertise in den vergangenen vier Jahren maßgeblich dazu beigetragen, das WKO als eines der erfolgreichsten Kammerorchester im deutschsprachigen Raum weiter zu profilieren", wird Stiftungsratschef Ralf Peter Beitner in der Pressemitteilung weiter zitiert. "Im Namen des Stiftungsrats, des Chefdirigenten und des ganzen Orchesters danke ich ihr ausdrücklich für ihr Engagement und ihre hervorragende Arbeit."

Auch Landlinger blickt in der Mitteilung auf ihre Heilbronner Jahre zurück: "Ich bin stolz, dass es mir gelungen ist, das Orchester in der Klassikmetropole München - neben Heilbronn und Ulm - strukturell zu verankern. Die regelmäßige Präsenz im asiatischen Raum als Touring-Klangkörper habe ich ausgebaut, ebenso wie Einladungen zu Festivals und Häusern in Europa gesichert sind. Meilensteine meiner Zeit beim WKO sind auch die Berufung eines neuen Chefdirigenten und die von mir parallel geführte neue Positionierung des Orchesters als ,Klangmanufaktur". Wichtig ist mir, immer wieder ungewöhnliche Projekte zu initiieren und das Orchester in zeitgemäßen Kontexten zu präsentieren. Dabei habe ich in allen Jahren einen positiven Jahresabschluss präsentieren können. Ich übergebe ein künstlerisch und wirtschaftlich gesundes Orchester."

Neuer Intendant wird gesucht

Der WKO-Stiftungsrat wird nun die Ausschreibung der Intendantenstelle in die Wege leiten, damit eine zeitnahe Wiederbesetzung erfolgen kann. Ein neuer Intendant wird aber nach Einschätzung von Stiftungsratsvorsitzendem Beitner voraussichtlich nicht vor Mitte 2020 seine neue Aufgabe übernehmen.

 

 


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