Das Unbekannte in der Kunst

Bad Rappenau  Bad Rappenau - Der Berliner Maler und Fotograf Michel Jacot stellt im Wasserschloss aus.

Von Martina Kitzing-Bretz

Das Unbekannte in der Kunst

Michel Jacots Arbeit "So weit die Füße tragen" (Detail).

Foto: Martina Kitzing-Bretz

Bad Rappenau - "Treten Sie ein in meine Welt der Fantasie, wo Kopf und Seele sich widerspiegeln", fordert Michel Jacot zur Betrachtung seiner Kunst auf. Seine abstrakte Malerei bietet keine vorgefertigten Bilder einer lesbaren Wirklichkeit und benötigt die Einbildungskraft des Betrachters, um entschlüsselt zu werden.

Doch auch ohne Bildinhalte entfalten die im Wasserschloss ausgestellten Farbkompositionen des 72-jährigen Berliner Künstlers ihre Wirkung: Kräftige Grund- und Sekundärfarben wie Gelb, Rot, Blau und Grün treffen in seinen Bildern kontrastreich aufeinander und entwickeln Farbreize, denen sich der Ausstellungsbesucher kaum entziehen kann. Zur intensiven Farbwirkung der vorwiegend in Acryl auf Leinwand und Hartfaser gemalten Kompositionen trägt das große Bildformat der bis zu 1, 90 Meter hohen und 1, 30 Meter breiten Arbeiten bei.

Lichtakzente

Drei, an die Farbfeldmalerei erinnernde, waagerechte Farbflächen in Gelb, Grün und Rot sind in dem Textilbild "So weit die Füße tragen" als strukturierte Schichtenmalerei oder glatte und einheitlich vermalte Fläche aufgetragen. Eher an den Impressionismus gemahnt dagegen die Bildkomposition "Untergang Venedig", in dem in der Wasserlandschaft Lichtakzente und Spiegeleffekte gesetzt sind.