30 Jahre Stadttheater am Berliner Platz

Heilbronn  Heilbronn - Mehr als 20 Jahre wurde um den Neubau gerungen, am 16. November 1982 war es dann endlich soweit: Im Heilbronner Stadttheater am Berliner Platz hob sich zum ersten mal der Vorhang.

Von unserem Redakteur Andreas Sommer

Heilbronn - Mehr als 20 Jahre wurde um den Neubau gerungen, am 16. November 1982, heute vor 30 Jahren, war es dann endlich soweit: Im nach Plänen des Hannoveraner Architekten Gottlob Graubner entworfenen Stadttheaters am Berliner Platz hob sich zum ersten mal der Vorhang.

Das Musical "My Fair Lady" steht auf dem Programm, inszeniert von Intendant Klaus Wagner persönlich. 67,3 Millionen Mark kostete das Gebäude mit 705 Plätzen im Großen Haus sowie 120 bis 150 Plätzen in den Kammerspielen. Der vom SPD-Kommunalpolitiker Erwin Fuchs gegründete Theaterförderverein brachte allein 1,3 Millionen Mark für das Projekt auf.

Klaus Wagner (1930-2011), ein dickschädeliger, streitbarer Intendant alter Schule ("Ich werde kein bequemer, aber auch kein langweiliger Intendant sein"), ist seit 1980 im Amt. Damals bespielte das Theater als Provisorium noch die Bühne im Gewerkschaftshaus.

Wagner hat in den 23 Jahren seiner Intendantenzeit bis 2003 dem Haus seinen künstlerischen Stempel aufgedrückt durch Musicals und Aufarbeitung der jüngeren deutschen Geschichte. Stücke aus Israel und Gastspiele in Palästina, Israel, China oder Russland sind Belege seines Bemühens um Aussöhnung.

Wagners Motto "Vielfalt und Überraschungen" macht das Haus in den 90er Jahren zu einem der erfolgreichsten Kommunaltheater in Baden-Württemberg. Mit Jürgen Frahm (Jahrgang 1938), seit 1974 und noch in der Ära von Intendant Walter Bison Verwaltungsdirektor, bildet Wagner ein ideales Gespann.

Mitte der 90er Jahre hat das Haus den historischen Höchststand von 15.000 Abonnenten erreicht.

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