Staatsanwalt ermittelt wegen Untreue

Heilbronn - Im Fall der entlassenen IHK-Geschäftsführerin Renate Rabe hat die Staatsanwaltschaft ihre Vorermittlungen abgeschlossen und ein formales Ermittlungsverfahren wegen Untreue gegen die langjährige Geschäftsführerin des Bildungsbereichs der Kammer eingeleitet.

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Einigen Teilnehmern an Kursen im IHK-Weiterbildungszentrum, das Renate Rabe verantwortete, sollen keine Gebühren berechnet worden sein. Foto: Archiv/Veigel
Heilbronn - Im Fall der entlassenen IHK-Geschäftsführerin Renate Rabe (wir berichteten) hat die Staatsanwaltschaft ihre Vorermittlungen abgeschlossen und ein formales Ermittlungsverfahren wegen Untreue gegen die langjährige Geschäftsführerin des Bildungsbereichs der Kammer eingeleitet. Das bestätigte Pressestaatsanwalt Harald Lustig auf Stimme-Anfrage.

Rabe soll als Geschäftsführerin der IHK-Tochterfirma Zentrum für Weiterbildung in mehreren Fällen Kursgebühren von Teilnehmern nicht eingezogen haben. IHK-Präsident Thomas Philippiak hatte den Schaden mit etwa 10.000 Euro beziffert. Die 58-Jährige bestreitet die Vorwürfe und hat über ihren Anwalt angekündigt, dass sie ebenfalls rechtliche Schritte einleiten werde.

Anonyme Strafanzeige

Harald Lustig bestätigte ebenfalls den Eingang einer anonymen Strafanzeige gegen IHK-Hauptgeschäftsführerin Elke Schweig, die in Kopie auch an die Stimme-Redaktion gesendet wurde. Hintergrund ist die Geburtstagsfeier für Philippiak, die die Kammer im Juli im Haus der Wirtschaft ausgerichtet hatte.

Die Kosten für diese Veranstaltung bezifferte die IHK vergangene Woche mit 6000 Euro. Für eine inhaltliche Bewertung der Vorwürfe sei es zu früh, so Lustig. mfd