Renate Rabe geht in die Berufung

Heilbronn  Heilbronn - Mit dem Urteil des Heilbronner Arbeitsgerichts ist der Fall Rabe noch nicht abgeschlossen. Die ehemalige IHK-Geschäftsführerin, deren Kündigung in erster Instanz als rechtens angesehen worden war, geht in Berufung.

Heilbronn - Mit dem Urteil des Heilbronner Arbeitsgerichts ist der Fall Rabe noch nicht abgeschlossen. Die ehemalige IHK-Geschäftsführerin Renate Rabe, deren Kündigung durch die Kammer vom Heilbronner Arbeitsgericht in erster Instanz als rechtens angesehen worden war, geht in Berufung, wie das Landesarbeitsgericht auf Anfrage bestätigte. Bei der IHK und dem Heilbronner Gericht war dies bis Mittwochnchmittag noch nicht bekannt, Rabes Anwalt war nicht zu sprechen.

Die erste außerordentliche Kündigung, die die Kammer der Geschäftsführerin Ende Oktober vergangenen Jahres aussprach, hatte das Heilbronner Gericht nicht akzeptiert. Dabei war es um den Themenkomplex gegangen, wie Kursgebühren der Söhne einer Mitarbeiterin des IHK-Zentrums für Weiterbildung (ZFW) abgerechnet worden waren.

Eine zweite, im Dezember nachgeschobene Kündigung hielt die erste Instanz dagegen für stichhaltig. Das ZFW hatte die Kosten von etwa 900 Euro für eine Postsendung getragen, mit der das Versicherungsbüro von Rabes Tochter im Stuttgarter Raum seine Kunden über einen Umzug informierte. Vor Gericht rechtfertigte Rabe die Kostenübernahme damit, dass die Adressen in den Adresspool des ZFW aufgenommen worden seien.

Es ist nicht zu erwarten, dass sich die zuständige 16. Kammer des Landesarbeitsgerichts noch vor den Sommerferien mit dem Berufungsverfahren befasst: Beide Seiten müssen zunächst noch Zeit bekommen, ihre Positionen zu begründen. Gespräche über eine außergerichtliche Einigung waren jedenfalls bisher nicht mit Erfolg gekrönt. mfd