Plädoyers im Heilbronner Prozess um brutalen Raubüberfall

Heilbronn  Der Angeklagte soll ein Rentner-Ehepaar in ihrem Haus in Heilbronn-Neckargartach brutal überfallen und sogar mit dem Tod bedroht haben.

Der Fall löste in der Öffentlichkeit einen Schock aus. Jetzt biegt der Prozess nach dem Verbrechen vor dem Heilbronner Landgericht auf die Zielgerade ein. Am Freitagnachmittag sollen die Plädoyers gehalten werden.

Angeklagt ist ein Georgier wegen erpresserischem Menschenraub. Er soll mit zwei noch nicht gefassten Komplizen ein Rentner-Ehepaar im November 2017 in ihrem Haus in Heilbronn-Neckargartach überfallen haben. Die Brutalität, mit der die Täter vorgingen, löste Entsetzen im Stadtteil aus.

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Die Räuber fesselten, knebelten und schlugen das Rentner-Ehepaar, bedrohten es mit dem Tode. So zeigten die Täter mehrfach die Geste mit der Hand am Hals, die bedeuten sollte: Wir schneiden euch die Kehle durch, wenn ihr nichts herausgebt.

Selbst vor einer 90-Jährigen, die im ersten Stock des Hauses lebte, machten die Räuber nicht halt. Sie drohten der Seniorin den Finger abzuschneiden, falls sie nicht ihren Ehering hergibt, den sie ihr vom Finger zogen.