Patiententod: Zivilklage abgewiesen

Heilbronn - Das Heilbronner Landgericht hat eine Zivilklage gegen die Ärzte der SLK-Klinik Löwenstein zurückgewiesen. Die Hinterbliebenen eines Patienten, der in dem Krankenhaus gestorben war, hatten den Medizinern Behandlungsfehler vorgeworfen.

Von Helmut Buchholz

 

Heilbronn - Das Heilbronner Landgericht  hat eine Zivilklage gegen die Ärzte der SLK-Klinik Löwenstein zurückgewiesen. Die Hinterbliebenen eines 73-jährigen Patienten, der im November 2008 in dem Krankenhaus gestorben war, hatten den Medizinern Behandlungsfehler und Defizite im Qualitätsmanagement vorgeworfen.
 
Dem Patient wurde in der Klinik ein Katheter angelegt, um ihn besser ernähren zu können. Dabei sei es offenbar zu inneren Verletzungen gekommen, hatte ein Gutachter vor Gericht erklärt. Die Klinik hätte zwar mit einem Röntgenbild überprüfen müssen, wie der Katheter liegt. Doch es sei nicht erwiesen, dass diese „fehlerhafte Behandlung“   auch zu dem Tod des Patienten geführt hat. Darum wiesen die Richter die Klage ab.
 
Bis heute ist unklar, woran der 73-Jährige letztlich gestorben ist. Die Klinikärzte hatten im Verfahren beteuert, den Patienten gewissenhaft behandelt zu haben. Die SLK-Klinik hat angekündigt, künftig grundsätzlich nach jeder Kathederlegung ein Röntgenbild zur Überprüfung zu machen.