Himmelsbach will Aufklärung vom Baudezernat

Heilbronn - Zurückhaltend ausgedrückt haben die Aussagen von CDU-Stadtrat Thomas Aurich in einem Interview mit unserer Zeitung den Heilbronner Oberbürgermeister Helmut Himmelsbach "überrascht".

Von Iris Baars-Werner
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Heilbronn - Zurückhaltend ausgedrückt haben die Aussagen von CDU-Stadtrat Thomas Aurich (links, Fotomontage: pen) in einem Interview mit unserer Zeitung den Heilbronner Oberbürgermeister "überrascht". Überrascht deshalb, weil für Helmut Himmelsbach (rechts) die Äußerungen des Gastronomen zu dem geplanten Hotel- und Spielhallenprojekt auf seinem privaten Grundstück in der Südstadt "nicht in Übereinstimmung zu bringen sind mit meinen Recherchen".

Ein Deal?

Konkret geht es um die Behauptung von Thomas Aurich, es habe zur Bebauung der Urbanstraße 35 einen "Deal" gegeben mit der Bauverwaltung: "Es müssen vier Stockwerke gebaut werden, dafür gibt es die Ausweisung im Bebauungsplan als Kerngebiet". Im Kerngebiet sind Vergnügungsstätten erlaubt − also auch Spielhallen. Dagegen wehren sich die Anlieger.

Jetzt hat OB Himmelsbach das Baudezernat um Aufklärung gebeten. An diesem Freitag wird Himmelsbach zum Abschluss der Gemeinderatssitzung erklären, wie das Rathaus mit dem Projekt umgehen will. Die öffentliche Ratssitzung beginnt um 13 Uhr und hat 15 Punkte auf der Tagesordnung.

Unwürdig

Deutlicher fällt Himmelsbachs Reaktion auf Aurichs Aussagen bezüglich der Harmonie aus. "Die Harmonie ist eigentlich eine Kaninchenzüchterhalle für viel Geld", sagt Aurich in dem Stimme-Interview und bezieht sich auf fehlende Tagungsräume. Solche Worte seien "eines Stadtrates unwürdig" findet Himmelsbach. Aurich habe als Stadtrat selbst mit beschlossen, die Festhalle mit Millionenaufwand neu zu gestalten.