Gerichtstermin nach IHK-Kündigung

Heilbronn - Heute Nachmittag geht die Auseinandersetzung zwischen der IHK Heilbronn-Franken und der bisherigen Geschäftsführerin Renate Rabe vor Gericht. Die 58-jährige Bildungsmanagerin geht gegen die außerordentliche Kündigung vor, die die Kammer gegen sie ausgesprochen hatte.

Einigen Teilnehmern an Kursen im IHK-Weiterbildungszentrum, das Renate Rabe verantwortete, sollen keine Gebühren berechnet worden sein. Foto: Archiv/Veigel
Heilbronn - Heute Nachmittag geht die Auseinandersetzung zwischen der IHK Heilbronn-Franken und der bisherigen Geschäftsführerin Renate Rabe vor Gericht. Die 58-jährige Bildungsmanagerin geht gegen die außerordentliche Kündigung vor, die die Kammer im Oktober gegen sie ausgesprochen hatte (wir berichteten).

Gütetermin

Beim Gütetermin vor dem Heilbronner Arbeitsgericht müssen die beiden Seiten zunächst versuchen, eine einvernehmliche Lösung zu finden, bevor das eigentliche Gerichtsverfahren beginnt.

Die IHK hatte Rabe wenige Monate vor dem Beginn der Freistellungsphase ihrer Altersteilzeit als Geschäftsführerin der Kammer und der Tochterfirma Zentrum für Weiterbildung GmbH (ZFW) abberufen, weil sie von ausgewählten Kursteilnehmern die Gebühren nicht eingezogen haben soll. Eine weitere  ZFW-Mitarbeiterin wurde ebenfalls entlassen.

Ermittlungen

Die Staatsanwaltschaft ermittelt in diesem Zusammenhang gegen Rabe wegen Untreue. Unstreitig ist aber, dass die 58-Jährige nicht in die eigene Tasche gewirtschaftet hat. Rabe hat über ihren Anwalt sämtliche Vorwürfe zurückgewiesen.

Noch vor dem Gerichtstermin will die Kammer über den neuen Verhaltenskodex informieren, den die Vollversammlung der IHK am Montag formal beschlossen hat. Darin ist unter anderem geregelt, bis zu welcher Höhe IHK-Mitarbeiter und ehrenamtliche Kammervertreter Geschenke annehmen dürfen. mfd