Bushäuschen im Visier: Unbekannte zertrümmern erneut Glaswände

Neckarsulm  Die Schäden, die durch mutwillige Zerstörungen an den Buswartehäuschen in Neckarsulm entstehen, nehmen immer größere Ausmaße an. Einen Höhepunkt erreichte die Gewalt gegen städtisches Eigentum Ende Oktober.

Email

 Gleich sieben Bushaltestellen wurden zum Ziel unbekannter Vandalen. Jedes Mal zerschlugen die Täter Seiten- oder Rückscheiben der Buswartehäuschen. Der Schaden beträgt insgesamt 7300 Euro. Die Stadt Neckarsulm hat in allen Fällen Strafanzeige gegen unbekannt erstattet. Die Polizei Neckarsulm ermittelt bereits.

Durch das gesamte Stadtgebiet zieht sich die Spur der Verwüstung, die die Täter hinterlassen haben. An sieben Stellen schlugen sie rücksichtslos zu und beschädigten Bushaltestellen in der Rötelstraße, der Binswanger Straße in Höhe der Friedenstraße, der Heilbronner Straße am Kreisel Odenwaldstraße/Hohenloher Straße, in der Odenwaldstraße, an der Südtangente beim Bechtle Platz, in der Saarstraße beim alten Hallenbad und im Wilfenseeweg beim neuen Aquatoll Sportbad.

An jeder einzelnen Bushaltestelle zertrümmerten die Täter eine 1,50 Meter breite und acht Millimeter dicke Glaswand aus Einscheiben-Sicherheitsglas und zerbrachen sie in tausend kleine Splitter. Die Scheiben müssen mit einem lauten Knall geborsten sein. Insofern hofft die Polizei auf Hinweise aus der Bevölkerung. Die Polizei nimmt sie unter Telefon 07132 93710 entgegen.

Die Zerstörungswut unbekannter Vandalen richtet sich immer wieder gegen die einheitlich gestalteten Buswartehäuschen. Im September entstand ein Schaden von mehr als 10.000 Euro, weil unbekannte Täter Glaswände der Fahrgastunterstände am Zentralen Omnibushaltepunkt Ballei (ZOB), in der Urbanstraße und in der Isarstraße in Amorbach zerstörten.

Selbst die jüngste Häufung solcher Taten ist in Neckarsulm keineswegs außergewöhnlich. Im Herbst 2011 ereignete sich eine ähnliche Serie von Zerstörungstaten. Damals gingen 38 Scheiben an Bushaltestellen zu Bruch. Der Schaden betrug 12 500 Euro.

Die jetzt zerstörten Glaswände werden zwar ersetzt. Doch angesichts der nicht endenden Schadensfälle und steigender Reparaturkosten überlegt die Stadtverwaltung, ob man sich die an drei Seiten voll verglasten Buswartehäuschen noch leisten will, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung. snp