Arbeitsgericht: Rabes Kündigung war rechtmäßig

Heilbronn - Das Arbeitsgericht Heilbronn hat die fristlose Kündigung der ehemaligen IHK-Geschäftsführerin Renate Rabe für rechtmäßig erklärt. Rabe wurde vorgeworfen, Kursgebühren nicht ordnungsgemäß abgerechnet zu haben.

Von Jürgen Paul

IHK und Rabe streiten weiter Heilbronn - Das Arbeitsgericht Heilbronn hat die fristlose Kündigung der ehemaligen IHK-Geschäftsführerin Renate Rabe für rechtmäßig erklärt. Rabe, die auch Geschäftsführerin des IHK-Zentrums für Weiterbildung (ZFW) war, wurde vorgeworfen, Kursgebühren nicht ordnungsgemäß abgerechnet zu haben.

Die deshalb von der IHK Heilbronn-Franken ausgesprochene fristlose Kündigung am 29. Oktober 2012 habe das Arbeitsverhältnis jedoch noch nicht beendet, urteilte das Arbeitsgericht am Freitag. Erst die zweite fristlose Kündigung vom 13. Dezember 2012 sei rechtmäßig gewesen. Diese war erfolgt, weil das ZFW Werbebriefe für das Versicherungsbüro von Rabes Tochter bezahlt hatte.

Da die Urteilsbegründung noch nicht vorliegt, wollten sich beide Seite nicht zu dem Richterspruch äußern. Es ist aber unwahrscheinlich, dass der Rechtsstreit zwischen der IHK und ihrer langjährigen Geschäftsführerin Renate Rabe damit beendet ist.

Beide Parteien wollten am Freitag eine Berufung gegen das Urteil nicht ausschließen. Allerdings wolle man das Urteil erst genau analysieren, hieße es. 

Eine Berufung ist nach der Zustellung des Urteils binnen eines Monats möglich. Dann würde die Sache bei der Mannheimer Kammer des Landesarbeitsgerichts verhandelt.