1,3 Millionen Euro ergaunert? - Früherer Vereinschef vor Gericht

Heilbronn  Der frühere Fördervereins-Vorsitzende des Lauffener Tennisclubs soll Privatleute um mehr als eine Million Euro betrogen haben. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Heilbronn Anklage gegen den Brackenheimer erhoben.

Von Adrian Hoffmann

Dem 61-Jährigen aus Brackenheim wird gewerbsmäßiger Betrug in 82 Fällen vorgeworfen. Bettina Jörg, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, bestätigte einen entsprechenden Bericht des SWR.

Der Angeklagte war im April geflüchtet, nachdem die Vorwürfe bekannt geworden waren. Ihm gelang es, mehrere Monate lang unterzutauchen. Im Juli konnten ihn Ermittler in Mannheim festnehmen. Die Staatsanwaltschaft beziffert den ermittelten Schaden auf rund 1,3 Millionen Euro.

Prozessbeginn noch dieses Jahr

Der 61-Jährige, den viele als freundlich und gesellig beschreiben, soll das Geld von Bekannten und Freunden in unterschiedlichen Höhen geliehen und meist nicht mehr zurückgezahlt haben. Er soll ihnen jeweils hohe Zinsen bei einer Rückzahlung versprochen haben. Als Motiv gab er finanzielle Schwierigkeiten an. Der Prozess gegen ihn soll noch dieses Jahr am Heilbronner Landgericht beginnen.

Gewerbsmäßiger Betrug ist ein besonders schwerer Fall des Straftatbestands Betrugs, §263 des Strafgesetzbuchs. Dem Angeklagten drohen daher mehrere Jahre Haft.

 

Mehr zum Thema