Pilze locken Banden aus Osteuropa

Region  Es sind Mengen, wie seit Jahren nicht: Pilze sprießen derzeit aus den Waldböden. Wertvolle Steinpilze locken sogar Banden aus Osteuropa in die Region.

Von unserem Redakteur Christian Gleichauf

Pilze wie zuletzt vor 60 Jahren
Ein junger Fliegenpilz mit den typischen weißen Schuppen. Nicht nur von solchen schönen, aber giftigen Pilzen gibt es in diesem Jahr besonders viele Exemplare. Fotos: Christian Gleichauf

Als Ulrich Fischer am 3. Oktober mit seiner Frau zu Freunden in den Odenwald fuhr, stieß er auf erschreckende Hinterlassenschaften. Fast kniehoch waren die Berge von Steinpilzresten, die der Vorsitzende des Heilbronner Pilzvereins dort entdeckte. "Das muss ein ganzer Trupp gewesen sein, eine Person allein wäre damit Tage beschäftigt gewesen", sagt Fischer. Es ist die Kehrseite eines famosen Pilzjahres. "Besonders Steinpilze gibt es bei uns so viele wie vielleicht zuletzt nach dem Zweiten Weltkrieg", sagt der 78-Jährige.

Sammler tragen in diesem Jahr körbeweise Steinpilze, Pfifferlinge und viele andere Speisepilze aus dem Wald. "Ich weiß von Leuten, die haben für die nächsten Jahre eingefroren", sagt Fischer. Damit bewegt sich so mancher rechtlich auf dünnem Eis.

Pilzplünderer kümmern sich darum nicht. Bei Schwaigern soll vor kurzem eine Gruppe gesichtet worden sein, wie die Polizeisprecherin Yvonne Schmierer erklärt. Bei Calw wurde eine Bande auf frischer Tat ertappt, die bereits rund 100 Kilogramm Steinpilze abgeräumt hatte.

 

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