Polizei bestreitet Nazi-Strukturen

Heilbronn  Wie gefährlich ist die Neonazi-Szene in der Region? Gefährlicher als Polizei und Behörden das wahrhaben wollen, lautet die Antwort von antifaschistischen Aktionsgruppen. Darum rufen sie federführend zu einer Demonstration am Samstag, 2. November, in Heilbronn auf.

Von Helmut Buchholz und Steffen Heizereder

Polizei bestreitet Nazi-Strukturen

60 Gruppierungen schließen sich der Antifa-Demo am Samstag an. Ziel sei es, heißt in dem Aufruf zur Demo, die engen Verflechtungen zwischen Geheimdiensten und Teilen des Polizeiapparats mit der militanten Naziszene zu thematisieren.

Der Protestzug beginnt um 13 Uhr an der Gedenktafel der 2007 ermordeten Polizistin Michèle Kiesewetter, für den die Neonazis des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) verantwortlich gemacht werden. Noch immer ist es ein großes Rätsel, warum der NSU in Heilbronn zuschlug.

"Hatten die Terroristen möglicherweise Komplizen in der Region?", fragt Laura Eßlinger in der Tageszeitung taz (>>> zum Artikel)Sie ist im Kreisvorstand der Heilbronner Grünen, die den Aufruf zur Demo unterstützen − wie weitere 60 Gruppierungen aus ganz Süddeutschland.

Dem widerspricht der Heilbronner Polizeipräsident Roland Eisele: "Wir können nicht verharmlosen, was es nicht gibt: Die Neonazis haben bei uns keine strukturierte Szene." Auch Heilbronns Polizeisprecher Harald Schumacher bestreitet die Existenz einer rechten Szene in Heilbronn. 

 

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