Heilbronner Oberstaatsanwalt: "Manchmal müssen wir Prioritäten setzen"

Interview  Der Leitende Oberstaatsanwalt Frank Rebmann über Personalprobleme und den Druck der Öffentlichkeit.

Von unserem Redakteur Alexander Klug
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Seit sechs Jahren leitet Frank Rebmann die Heilbronner Staatsanwaltschaft 41 Staatsanwälte arbeiten an der Rosenbergstraße.Foto: Alexander Klug

Wer hierzulande Gesetze bricht, muss damit rechnen, es mit ihm und seinen Mitarbeitern zu tun zu bekommen. Frank Rebmann leitet die Heilbronner Staatsanwaltschaft, an der Heilbronner Rosenbergstraße teilen sich derzeit 41 Juristen 36 Stellen. Bald könnten es mehr werden: Im aktuellen Haushaltsentwurf des Landes stehen neue 74 Stellen im ganzen Land für Staatsanwaltschaft und Gerichte.

Und die werden, so sie denn kommen, auch dringend benötigt: „Prioritäten setzen“ lautet die Devise in der Heilbronner Staatsanwaltschaft, ihr Chef klagt über Personalmangel. Um wichtige und umfangreiche Fälle von der Korruptionsaffäre um einen Heilbronner Bauunternehmer bis zum Untergriesheimer Mordfall mit Tempo und Genauigkeit bearbeiten zu können, muss anderes warten.

Wenn es darum geht, wie lange Ermittlungen dauern und wer wann welche Informationen bekommt, gerät die Heilbronner Staatsanwaltschaft gelegentlich in die Kritik. Rebmann führt im Gespräch mit der Heilbronner Stimme aus, warum er die Kritik ungerechtfertigt findet: Ordentliche Ermittlungsarbeit brauche ihre Zeit, das Informationsinteresse der Öffentlichkeit habe dabei nicht oberste Priorität.


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