Landeskinderturnfest feiert fulminantes Ende

Heilbronn  Das Landeskinderturnfest mit 5000 Teilnehmern geht auf der Buga mit ener spektakulären Show und einem Besucherrekord zu Ende. Die jungen Teilnehmer sind vom Angebot und Flair auf der Buga richtig angetan.

Von Carsten Friese
Email
Coole Show: Die Turner des TSV Eningen zeigten ein Turnprogramm zu Bierzeltmusik in feschen Dirndln und mit freiem Oberkörper. Fotos: Mario Berger

Tosender Applaus zum Abschluss: Mit einer beeindruckenden Turnshow hat die Turnschule Heilbronn/TG Böckingen im Finale des dreitägigen Landeskinderturnfests gestern einen würdigen Abschluss gesetzt.

Nachwuchsturner zeigen ihr Können 

Unter rhythmischem Klatschen der vielen Besucher vor der Buga-Sparkassenbühne zeigten die Kader- und Nachwuchsturner mit Überschlägen, hohen Salti und Schrauben am Boden und schweren Sprüngen am Schwebebalken ihr Können. Zuvor hatten die Turner des TSV Eningen in feschen Dirndln und kurzen Hosen eine ebenso starke wie stimmungsvolle Turn-Show zu Bierzeltstimmung präsentiert.

Bürgermeisterin Christner spricht von einer wunderbaren Stimmung 

"So viele Menschen hatten wir noch nie beim Abschluss eines Kinderturnfests gehabt", freute sich Michaela Netzer-Voit, Vizepräsidentin des Schwäbischen Turnerbundes. "Tragt die Fröhlichkeit in eure Vereine", rief sie den 4500 Sportlern zwischen sechs und 15 Jahren und den 500 Betreuern zu. Auch Heilbronns Bürgermeisterin Agnes Christner sprach von "einer wunderbaren Stimmung in unserer Stadt".

Fulminantes Ende, geschaffte Helfer
Die Nachwuchsturner zeigen ihr Können und ernten jede Menge Applaus.

Drei Tage haben die Kinder Stadt und Buga durchstreift, sich sportlich gemessen, Actionangebote genutzt und gefeiert. Das schöne Buga-Gelände, die Partys, die coolen Turngeräte gefielen Lenie (12) vom SV Amstetten bei Ulm besonders gut. Müde sei sie nicht, auch auf der Rückfahrt im Zug werde es noch spaßig. "Sehr toll" fand Vereinskameradin Lilly (13) das Turnfest. Die schöne Buga, der Wasserspielplatz, die Glitzertattoos fand sie klasse - und in der Gruppe sei man gut zusammengewachsen. Ein Vereinsbetreuer lobte das "hervorragende Catering" für die Teilnehmer. Currygeschnetzeltes und Nudeln mit Bolognese oder Tomatensoße hätten super geschmeckt.

Große Bandbreite der Turnkunst 

Am Samstagabend hatten jeweils 1600 Zuschauer die zwei Turni-Galas in der Harmonie erlebt und den jungen Turnern frenetischen Beifall gespendet. Im Programm zeigten die Akteure die große Bandbreite der Turnkunst. Unbedingt sehenswert: die turnerische Till-Eulenspiegel-Show des TV Walldürn in historischen Kostümen. Beeindruckend: freihändige Figuren der Besigheimer Kunstradfahrer, die das rollende Rad auf Lenker und Sattel stehend balancieren. Anmutig: die Rhönrad-Vorführung des TSV Schwaigern. Und: Witzig, elegant und schwungvoll zeigten die Turner des FV Sontheim in ihrer Show, wie sie versuchen würde, mehr Geld für neue Geräte und endlich nicht mehr zerlumpte Turnkleider aufzutreiben.

Fulminantes Ende, geschaffte Helfer
Daumen hoch für die drei tollen Tage: Johanna und Frieder vom VfL Pfullingen.

Am Sonntagmorgen war einigen Turnfestteilnehmern die relativ kurze Nacht nach einer Open-Air-Disco am Abend zuvor auf der Buga anzumerken. "Es sind viele sehr still heute Morgen", sagte eine Helferin gegen 8 Uhr an der Frühstücksausgabe der Schmoller-Schule, wo sich viele Kinder Nutella auf ihr Brötchen streichen ließen. "Die anderen haben mich viel zu früh geweckt", fand Lina (11) am Tisch des TSV Niederstetten. Grund für den zeitigen Aufbruch: Die Siegerehrung stand bevor. Alle Teilnehmer und die Betreuer haben in Schulen auf Luftmatatzen übernachtet. Kathleen (11) kam besser aus dem Schlafsack. Sie hat am späten Abend noch die Lichter-Show auf der Buga erlebt. "Das war richtig cool."

Rund 600 ehrenamtliche Helfer sind dabei 

Nicolas Prochaska, Vizepräsident im Turngau Heilbronn, dankte den über 600 ehrenamtlichen Helfern, die die Kinder betreuten. Man gehe nach den drei Tagen auf dem Zahnfleisch. Aber es habe alles "super geklappt". Oft hätten Helfer Dinge nachkaufen dürfen, weil die jungen Sportler offenbar so viel Appetit hatten. Es sei "eine tolle Veranstaltung gewesen". Und auch die Vereinsbetreuer der Kinder hätten sich über den "Mehrwert Buga" sehr gefreut.

 

 

Kommentar hinzufügen