Land fördert Buga mit 41,3 Millionen Euro

Heilbronn - Mit 41,3 Millionen Euro wird das Land Baden-Württemberg die Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn fördern. Die Buga und der neue Stadtteil Neckarbogen gelten als ökologisches Vorzeigeprojekt.

Von Iris Baars-Werner
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2019 wächst mit der Buga der neue Stadtteil Neckarbogen. Foto: Buga
Heilbronn - Mit 41,3 Millionen Euro wird das Land Baden-Württemberg die Bundesgartenschau 2019 (Buga 2019) in Heilbronn fördern. In der Summe sind neben 20 Millionen Euro aus dem Fördertopf für Städtebaumaßnahmen ein Sondertopf mit 21,3 Millionen Euro enthalten.

Die Summe gaben am Mittwoch der Heilbronner SPD-Abgeordnete Rainer Hinderer und sein Grünen-Kollege Daniel Renkonen (Bietigheim-Bissingen) bekannt. Die beiden Abgeordneten der grün-roten Regierungskoalition berichteten von entsprechenden Beschlüssen ihrer Landtagsfraktionen am Dienstag. Ausschlaggebend sei gewesen, dass die Bundesgartenschau 2019 und nachfolgend der neue Stadtteil Neckarbogen ein ökologisches Vorzeigeprojekt sei.

Überzeugungsarbeit

Renkonen berichete, dass vor allem Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) habe überzeugt werden müssen: „Er war sehr skeptisch“, sagte Renkonen, schließlich sei Kretschmann angetreten, „das Land zu entschulden“. Grünen-Fraktionsvorsitzende Editz Sitzmann aber habe den Ministerpräsidenten letztendlich überzeugen können: „Das Projekt ist sehr sinnvoll.“ Zum einen, weil Heilbronn damit in der Lage sei, die letzten Kriegsfolgen zu beseitigen. Außerdem seien „modernste energetische Standards“ bei den Wohnbauvorhaben vorgesehen und eine großräumige Verkehrsberuhigung. Den Grünen sei auch wichtig gewesen, dass der Neckar in die Pläne einbezogen ist.

Für die SPD-Landtagsfraktion verwies Rainer Hinderer auf den Vorteil, dass der Neckarbogen eine „innerstädtische Verdichtung“ vorsehe anstatt auf der grünen Wiese neu zu bauen. „Und wenn es tatsächlich gelingt, die Wärme des unter Heilbronn liegenden Salzstocks zu nutzen, dann wäre dies ein vorbildliches Projekt“.

Die interministerielle Arbeitsgruppe, die das Zuschusskonzept erarbeitet hat, war von dem Abstatter SPD-Finanzstaatssekretär Ingo Rust geleitet worden.

Throm enttäuscht

„Grün-Rot lässt Heilbronn im Stich“, ist die Reaktion des Heilbronner CDU-Landtagsabgeordneten Alexander Throm auf die Förderzusage. Throm zeigte sich enttäuscht. Das sei deutlich weniger als man erwartet habe. Die früheren CDU-Ministerpräsidenten Oettinger und Mappus hätten seinerzeit deutlich mehr in Aussicht gestellt. „Der Großteil der nun zugessagten Förderung wäre sowieso nach Heilbronn geflossen“, so Throm.

Insbesondere die Grünen zeigten, „dass sie kein Interesse an Heilbronn haben“, sagte Throm der Heilbronner Stimme: „Heilbronn steht bei den Grünen auf dem Abstellgleis, das zeigt sich auch bei der Ablehnung der Saarlandstraße und vielem mehr.“

Buga-Webseite: www.buga2019.com

 


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