Hundestation auf der Buga kümmert sich um Vierbeiner

Heilbronn  Am nördlichen Eingang der Buga liegt die Hundestation. Dort können bis zu acht Hunde betreut werden. Rene Holz ist selbst Hundehalter. Schon seit vier Jahren kümmert er sich auf Gartenschauen um die Vierbeiner der Besucher.

Von Henrike Mielke und Bärbel Kistner
Halter auf der Buga, Haustier gut versorgt
Ottmar Straub nutzt das Angebot der Hunde- station auf der Buga, Flurwächter Rene Holz kümmert sich mit seinen Mitarbeitern um die Betreuung. Foto: Henrike Mielke

Mit dem Hund auf die Buga, das ist nicht drin. Damit Besucher nicht enttäuscht umkehren oder gleich daheim bleiben, wenn sie niemanden finden, der den Liebling betreut, gibt es am nördlichen Eingang der Buga im Wohlgelegen die Hundestation. Dort können bis zu acht Hunde betreut werden.

Viel Freiraum für die Tiere

Dabei sind die Räume auf der Hundestation bis zu acht Quadratmeter groß, außerdem gibt es ein geschlossenes Areal für Auslauf und Spiel. "Das ist komplett überdacht, bei Hitze ist das für die Hunde angenehm", sagt Flurwächter Rene Holz. Ist es besonders heiß, werden Pfoten und Bauch der Hunde von den Mitarbeitern mit Wasser benetzt. Im Napf steht außerdem frisches Wasser zur Verfügung.

Rene Holz ist selbst Hundehalter und weiß daher genau, was die Tiere brauchen. Schon seit vier Jahren kümmert er sich auf Gartenschauen um die Vierbeiner der Besucher. Aus Erfahrung weiß er: Oft sind es gerade die Halter, die es zu Anfang kategorisch ablehnen, ihren Hund abzugeben, die ihn am Ende am längsten dalassen. Schon 141 Hunde wurden von Holz und seinem Team betreut, im Schnitt ist es einer pro Tag. Es sei natürlich immer besser, wenn die Besucher im Freundeskreis eine Betreuung für ihren Hund fänden. "Wir geben unser Bestes, dass es den Hunden gut geht, wir sind aber Fremde", erklärt Holz.

Die Hundestation sei ein Serviceangebot, kein Kinderparadies wie im Möbelhaus, ergänzt Doris Keicher, Pressereferentin der Bundesgartenschau. Die Organisatoren wollten vermeiden, dass die Halter ihre Hunde unbeaufsichtigt im Auto zurücklassen.

Verständnis für die Entscheidung der Buga

Buga-Besucher Ottmar Straub hatte sich zuvor im Internet über die Hundestation informiert. "Bei der Landesgartenschau in Öhringen waren auch keine Hunde erlaubt, aber da gab es so etwas nicht", sagt der 72-Jährige aus Berghülen auf der Schwäbischen Alb, der dann mit seinem Hund daheim blieb. Umso mehr freut er sich, dass er die Bundesgartenschau in Heilbronn besuchen kann und seinen elfjährigen Rüden in guten Händen weiß. Er würde den Hund natürlich gerne mitnehmen, hat aber Verständnis für die Entscheidung der Organisatoren.

Auch mit den zehn Euro Gebühr ist er einverstanden. "Als Schwabe würde man gerne auch bloß fünf zahlen, aber das ist schon in Ordnung." Wie die meisten Halter hat er seinen Hund für fünf Stunden abgegeben. Zur Verfügung steht die Hundestation von neun bis 19 Uhr. Von A wie Airdale-Terrier bis Z wie Zwergpudel waren schon alle Hunderassen da. Einzige Voraussetzung: Die Halter müssen einen Fragebogen ausfüllen und eine Einverständniserklärung unterschreiben. Es hätten auch schon Leute gefragt, ob sie ihre Großeltern auch zur Betreuung hier abgeben können. "Denen habe ich dann das Café empfohlen", sagt Holz und lacht.

Heiß diskutiertes Verbot

Dass keine Hunde mit aufs Buga-Gelände dürfen, ist keine Heilbronner Besonderheit, sondern übliche Praxis bei Gartenschauen. Dennoch war das Hundeverbot im Vorfeld heiß diskutiert. Ein Teil der Hundebesitzer hatte verkündet, die Buga boykottieren zu wollen. "Wenn unser Hund nicht erwünscht ist, betrachten wir uns auch als nicht erwünscht", war einer der Kommentare auf Facebook.

Auch bei der Buga war die Entscheidung umstritten. Unter anderem hat man Hunde verbannt, um zu gewährleisten, dass alle Rasenflächen zum Spielen und Sitzen genutzt werden können - ohne auf mögliche Hinterlassenschaften von Vierbeinern achten zu müssen.

 


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