Gesucht: Buga-Ideen für die neue Neckarvorstadt

Heilbronn - Die Neckarvorstadt wird neu gestaltet, der internationale städtebauliche Ideenwettbewerb für das Fruchtschuppenareal ist angelaufen, die Ausschreibung ist ab sofort online abrufbar. Im Frühjahr 2009 soll das Ergebnis vorliegen, wie das Herzstück der geplanten Bundesgartenschau sowie die angrenzenden Stadtbereiche in den nächsten Jahrzehnten zu einem neuen Stadtteil umgestaltet werden können.

 

 

Heilbronn - Der internationale städtebauliche Ideenwettbewerb für das Fruchtschuppenareal hat begonnen. „Jetzt wird es spannend, ich hoffe auf viele kreative Entwürfe für einen langfristig angelegten Stadtumbau“, sagt Bürgermeister Wilfried Hajek. Im Frühjahr 2009 soll das Ergebnis, ein „Masterplan“, vorliegen, wie das Fruchtschuppenareal als Herzstück der geplanten Bundesgartenschau (Buga) zu einem neuen Stadtteil umgestaltet werden kann.


Sieben Büros dabei

Teilnahmeberechtigt am Wettbewerb sind Arbeitsgemeinschaften aus Architekten, Stadtplanern und Landschaftsplanern, die sich in den nächsten vier Wochen bewerben können. „Wir konnten bekannte, renommierte Büros für diese Herausforderung gewinnen“, freut sich Hajek, auch wenn, auf Anregung aus der Mitte des Gemeinderats, angefragte internationale Berühmtheiten wie Norman Forster kein Interesse zeigten. Bei dem begrenzt offenen Verfahren werden dann 30 Büros ausgewählt, sieben weitere wurden durch die Bauverwaltung bereits gesetzt.

 

 

 

  • ASTOC Architects & Planners, Köln
  • Baufrösche Kassel
  • von Gerkan, Marg + Partner, Hamburg
  • Steidle Architekten, München
  • Professor Günter Telian, Karlsruhe,
  • Tovatt Architects & Planners, Schweden
  • Trojan Trojan Wendt, Darmstadt

 

 


Entscheidung nach der Sommerpause 2009

Die eigentliche Bearbeitungsphase wird von Januar bis April 2009 dauern. Das Preisgericht, in dem anerkannte Städtebauexperten, Mitglieder des Gemeinderates und Angehörige der Stadtverwaltung vertreten sein werden, wird im Mai 2009 zusammentreten und seine Wahl treffen. Die Wettbewerbserebnisse werden breit in der Öffentlichkeit vorgestellt, u.a. werden alle Modelle und Pläne in einer Ausstellung gezeigt. Für Preise und Ankäufe stehen insgesamt 160.000 Euro zur Verfügung.

Nach der Sommerpause 2009 wird der Gemeinderat über die Umsetzung der Wettbewerbsergebnisse entscheiden.


Buga-Park

Im Ideenwettbewerb werden zunächst die grundlegenden Entwicklungslinien für das Stadtumbaugebiet festgelegt. Hierbei geht es um die künftige Verteilung von Bau- und Grünflächen, die Form der künftigen Bebauung und die Verkehrserschließung. Grundlage der Auslobung ist das Konzept „Wohnen und Arbeiten am Buga-Park“, dazu gehört auch ein durchgehender Neckaruferpark und ein neuer Grünzug zwischen der Kernstadt und Böckingen.

Die Neckarvorstadt könnte einmal bis zu 750 Wohnungen für etwa 1500 Einwohner bieten, neue Arbeitsplätze sollen vor allem im Dienstleistungs- und Forschungsbereich entstehen. Das etwa 10 Hektar große Quartier soll sich durch innovative, richtungseisende Architektur auszeichnen, ein erster Bauab-schnitt könnte schon zur Buga im Jahr 2019 präsentiert werden.


Verkehrsprojekte und Lärmschutz

Mit dem Konzept „Wohnen und Arbeiten am Buga-Park“ sind einige Maßnahmen verbunden, die besonders den Verkehr betreffen. So wird die Kalistraße auf die andere Seite des Alt-Neckars verlegt, damit ein durchgängiger Neckaruferpark entstehen kann. Eine neue Straßenverbindung (Westrandstraße) zwischen Europaplatz und Hafenstraße parallel zu den Bahngleisen erschließt das geplante Wohngebiet und schließt eine Lücke im Straßenring um die Innenstadt.

Für die wird geprüft, ob sie von der Kraneninsel verlegt oder ganz aufgegeben werden kann. Ein neuer Ost-West-Grünzug mit neuen Fußgänger- und Radfahrerrücken wird Böckingen mit der Innenstadt verbinden. Umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen sind zudem erforderlich, um das Wohnen auf dem Fruchtschuppenareal zu ermöglichen.


Die Auslobungsunterlagen sind abrufbar unter