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Zu Besuch in der Eisproduktion
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Exklusive Einblicke hinter den Kulissen: So entsteht das Eis im Primafila in Heilbronn

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Über die Sommermonate sorgen fast 50 Mitarbeiter im Primafila dafür, dass Eisliebhaber in Heilbronn täglich frische, handgemachte Sorten genießen können. Für Stimme-Leser gab es nun einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der Eisproduktion.

Eismacher Nusdar Galal Murad hat Traubeneis gemacht, das die Stimme-Leser auch gleich probieren durften.
Eismacher Nusdar Galal Murad hat Traubeneis gemacht, das die Stimme-Leser auch gleich probieren durften.  Foto: Berger, Mario

Noch bevor das Primafila seine Türen für die Gäste öffnete, erhielten zehn Stimme-Leser im Rahmen des Lesersommers exklusive Einblicke. Dabei durfte eine Verkostung der verschiedenen Eissorten genauso wenig fehlen wie ein Blick in die 14 Quadratmeter große Eisproduktion, in der die beliebten Kreationen hergestellt werden.

Dunkle Schokolade aus Belgien, Haselnüsse aus dem Piemont, Vanille aus Madagaskar oder Joghurt aus Hohenlohe: Auf Qualität legt das Team größten Wert. Während in vielen Eiscafés vorgefertigte Mischungen lediglich mit Wasser oder Milch angerührt werden, setzt man in der Primafila auf natürliche Zutaten – ohne Farbstoffe, Geschmacksverstärker oder sonstige Zusatzstoffe, betont Simon Schmidt, einer der Geschäftsführer. Zusammen mit seiner Frau Isabella Schmidt, zuständig für die Personalleitung, beantworteten die beiden zahlreiche Fragen der neugierigen Leser und gaben spannende Einblicke.


45 Mitarbeiter in der Primafila während der Sommermonate im Einsatz

So arbeiten in den Sommermonaten rund 45 Mitarbeiter im Team, viele davon Minijobber, Studenten oder Schulabgänger. In der Eisvitrine herrschen frostige –15 Grad – die perfekte Temperatur zum Servieren. Ein Detail zur Freude einer Leserin mit zwei jungen Enkeln: Es gibt auch kleine Kugeln für Kinder für 60 Cent.

Für die Mitarbeiter beginnt der Tag früh und mit viel Arbeit, erklärt Schmidt: Morgens werden frische Früchte für die Eisbecher vorbereitet, die Kaffeemaschinen gereinigt und alle weiteren Vorbereitungen getroffen.

Der Fruchtanteil in den Eissorten liegt teils bei 20, teilweise sogar bis zu 50 Prozent – eigentlich könnte man sie daher sogar Sorbet nennen. „Aber der Begriff Fruchteis ist geläufiger“, so Schmidt.

Limette-Basilikum ist einer der Verkaufsschlager

In der Eisproduktion führt derzeit Gabriele Ruggiero seinen Nachfolger Nusdar Galal Murad in die Kunst des Eismachens ein, da er mit seiner Familie wieder nach Italien zurückkehrt. Unter den neugierigen Augen der Leser zeigen die beiden Männer mit gekonnten Handgriffen, wie Eis hergestellt wird – heute: Traube. Die Eismaschine rührt die Masse kontinuierlich, während sie gleichzeitig gekühlt wird. So gefriert das Eis langsam und bekommt seine cremige Konsistenz. Abgesehen von den Fruchtsorten sei auch belgische Schokolade eine tolle Alternative für Veganer, da sie nicht mit Milch, sondern mit Wasser hergestellt werde, erklärt Schmidt.

Besonders beliebt bei den Gästen seien Sorten wie Limette-Basilikum, das an heißen Tagen besonders erfrischend wirke. Die Sorte habe sich zum Renner unter den Eisliebhabern entwickelt. Aber auch Himbeer-Rosmarin oder Gurke-Limette gehörten zu den Favoriten.

Primafila feiert 2026 zehnjähriges Bestehen 

Nächstes Jahr feiert das Primafila zehnjähriges Bestehen in Heilbronn. Ein Konzept, das aufgeht: An der Wand hängen zahlreiche Auszeichnungen. Auch in diesem Jahr wurde die Eismanufaktur vom Varta-Führer, einem renommierten deutschen Restaurant- und Hotel-Ratgeber, als eine der 20 besten Eisdielen Deutschlands ausgezeichnet.

Manch großer Primafila-Fan decke sich sogar über den Winter mit Eis ein. „November, Dezember, Januar haben wir geschlossen – für Wartungsarbeiten, um Kraft zu tanken und um mit neuen Sorten zu experimentieren. Ein bisschen Pause tut gut. Und die Leute freuen sich dann umso mehr, wenn wir nach der Winterpause wieder öffnen“, so Schmidt.

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