Kommentar: Fatale Vorgänge

Astrazeneca liefert früher, aber wohl nicht mehr
Astrazeneca will vorerst weniger Impfstoff an die EU liefern als zugesagt. Das sorgt für Ärger. Foto: dpa   Bild: Andrew Matthews

Brüssel/Berlin  Tagelanger, heftiger Streit um Liefermengen des Astrazeneca-Impfstoffs, Presseberichte über eine angeblich sehr geringe Wirksamkeit bei Älteren, gestern dann von der EU veranlasste Untersuchungen in einer belgischen Produktionsstätte des Konzerns und die Empfehlung der Stiko, das Astrazeneca-Präparat nur an Menschen unter 65 Jahre zu verimpfen.


Die Hiobsbotschaften rund um das britisch-schwedische Vakzin, das womöglich heute von der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA zugelassen wird, reißen nicht ab. Für die Akzeptanz des Impfstoffs dürfte das fatal sein. Man soll sich mit einem Produkt impfen lassen, dessen Lieferketten undurchsichtig sind und das für andere Bevölkerungsgruppen nicht gut genug ist? Diese Fragen werden sich wohl viele stellen, auch wenn die Wirksamkeit mit rund 70 Prozent nicht so schlecht ist. Reichlich Vertrauen