Dänemark setzt mit Asylzentren auf Abschreckung

Konflikt in Äthiopien - Flüchtlinge im Sudan
Geflüchtete Menschen aus der Region Tigray warten vor dem «Hamdayet Transition Center» auf Decken, die von dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR ausgegeben werden.   Bild: Nariman El-Mofty/AP/dpa

Kopenhagen  Per Gesetz will Dänemark Asylbewerber in Zentren außerhalb Europas unterbringen. Mit dem Vorstoß hat das skandinavische Land internationale Kritik ausgelöst. Doch es wird wohl ohne Folgen bleiben, meint der Migrationsforscher Gerald Knaus.


Mit seiner Einwanderungspolitik sorgt Dänemark regelmäßig für Aufsehen. In der vergangenen Woche hat das Parlament in Kopenhagen auf Vorschlag der Regierung von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (Sozialdemokraten) eine erneute Verschärfung der Asylvorschriften beschlossen. Ein neues Gesetz sieht vor, dass Asylsuchende in Zentren außerhalb der EU untergebracht werden können, während ihr Asylantrag bearbeitet wird. Wird er abgelehnt, müssen die Menschen den jeweiligen Drittstaat verlassen.