Ahr-Winzer zur Flut: "Kann der Natur nicht böse sein"

Bild: DWI

Interview  Christoph Bäcker war 1991 der erste Biowinzer an der Ahr. Jetzt hat die Flut sein Weingut fast komplett zerstört – wie geht es jetzt weiter? Wir sprachen mit ihm über rasant steigende Wasserpegel, über Glück im Unglück, die Angst um die Ernte und den schwierigen Wiederaufbau.

Von Manfred Kriener

Herr Bäcker, als vor einer Woche die Flut kam: Wann haben Sie gespürt, dass das Unheil groß sein könnte? Christoph Bäcker: Das hat gedauert. Bei uns hat es gar nicht so fürchterlich geregnet. Es war die Flutwelle, die von der oberen Ahr kam, die Gefahr war schwer einzuschätzen.   Wann wurde Ihnen klar, dass die Lage katastrophal werden könnte? Bäcker: Die Warnungen haben wir natürlich gehört, aber sie waren sehr dezent, nicht so, dass man wirklich alarmiert gewesen wäre. Ich habe im