Stuntman «Mad Mike» stirbt in selbstgebauter Rakete

Los Angeles (dpa)  Der Stuntman Mike Hughes ist in Kalifornien in einer selbstgebastelten Rakete vor laufenden Kameras gestorben.

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«Mad Mike»
Der US-Amerikaner Mike Huges, «Mad Mike», steht vor einem selbstgebauten Flugkörper. Er soll US-Medienberichten zufolge bei einem Flug mit einer selbstgebastelten Rakete ums Leben gekommen sein.

Der selbsternannte «weltbeste Hasardeur» Mike Hughes ist am Samstag nach US-Medienberichten bei einem Flug mit einer selbstgebastelten Rakete ums Leben gekommen.

Der auch als «Mad Mike» bekannte 64-Jährige wollte eine Flughöhe von 5000 Fuß (rund 1500 Meter) erreichen, wie unter anderem die «Los Angeles Times» unter Berufung auf Hughes' Sprecher berichtete. Doch das Fluggerät sei nur wenige hundert Meter von der Startrampe entfernt in der Nähe von Barstow in Kalifornien am Boden zerschellt.

Das Unglück ereignete sich vor laufenden Kameras, da der Fernsehsender Science Channel den Flug für eine neue Serie mit dem Titel «Homemade Astronauts» (Hausgemachte Astronauten) filmen wollte. Dieser Start sei immer Hughes' Traum gewesen, hieß es in einer Mitteilung des TV-Kanals. In einem Video, das der Sender CBS verbreitete, ist zu sehen, wie die Rakete auf steiler Bahn in den Himmel schießt und dabei den Fallschirm verliert, mit dem sie später hätte landen sollen.

Hughes erregte mit seinen halsbrecherischen Stunts jahrzehntelang viel Aufmerksamkeit in den USA. Im Herbst 2002 gelang ihm ein Sprung über mehr als 30 Meter in einer drei Tonnen schweren Stretch-Limousine. Die Aktion bescherte Hughes einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde. Zuletzt unternahm er mehrere Flugversuche mit Raketen. Im Frühling 2018 erreichte er eine Flughöhe von 1900 Fuß (rund 580 Meter) und landete anschließend in der Mojave-Wüste.

Laut Science Channel plante Hughes, eines Tages auf bis zu 62 Meilen (100 Kilometer) aufzusteigen - dort beginnt nach Definition vieler Wissenschaftler das Weltall.


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