Zur WM wird Fußball Frauensache

Zur WM in Russland werden wieder zahlreiche weibliche Fans vor dem Fernseher mitfiebern. Das Turnier weckt bei der Hälfte aller Frauen Interesse am Fußball.

Von teleschau - der mediendienst

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Deutschlandfarben drauf und ab zum Public Viewing: Seit 2006 ist Fußballbegeisterung auch bei Frauen sehr verbreitet.   Foto: Matthias Kern/Getty Images)

Alle vier Jahre dasselbe Phänomen: Plötzlich interessiert sich alle Welt für Fußball. Auch die Weltmeisterschaft in Russland wird wieder Fans vor den Fernseher locken, die Partien der Bundesliga oder Champions League sonst eher wegschalten würden. Dass sich das erwartungsgemäß vor allem in Unterschieden zwischen den Geschlechtern niederschlägt, bestätigt nun eine Studie der B4P Trends (Best for Planning Trends), in deren Auftrag die Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK) ermittelte.

Demnach interessieren sich 48 Prozent der deutschen Frauen für die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft - eine Erhebung der Repucom, derzufolge 42 Prozent der Frauen hierzulande die WM 2014 im Fernsehen schauten, bestätigt das. Findet das Turnier jedoch nicht statt, lockt der beliebteste Sport der Deutschen nicht einmal ein Drittel der Frauen vor den Fernseher. Bei den Männern hingegen ändert eine Weltmeisterschaft laut Studie nicht viel: 61 Prozent der Herren interessieren sich für Fußball - egal, ob ein großer nationaler Wettbewerb stattfindet oder nicht.

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Für die Spiele während der Fußball-WM interessieren sich 48 Prozent der Frauen.   Foto: Matthias Hangst/Getty Images
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Angela Merkel ist bekanntermaßen der größte weibliche Fußballfan des Landes.   Foto: Getty Images / Andreas Rentz
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Regelmäßig interessieren sich Frauen zu großen Turnieren mehr für Fußball als sonst.   Foto: Sean Gallup/Getty Images
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Mitfiebern während der WM: Weibliche Fans schauen die Spiele internationaler Turniere; die Bundesliga hingegen bleibt Männerdomäne.   Foto: Sean Gallup/Getty Images
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Weibliche Kommentatorinnen wie Jessy Wellmer, die in diesem Jahr mit Weltmeister Philipp Lahm über die WM berichten wird, sind inzwischen Normalität.   Foto: SWR/Patricia Neligan