Kritik an Hollywood: "Intelligenz ist dort definitiv nicht nötig"

Superstar Susan Sarandon spricht einige Wahrheiten über Hollywood aus: "Intelligenz ist dort definitiv nicht nötig", kritisiert sie in der "Vogue".

Von teleschau - der mediendienst

Susan Sarandon
Susan Sarandon äußerte Kritik an der Filmindustrie Hollywoods.   Foto: Jonathan Leibson/Getty Images for Celebrity Fight Night

Harsche Kritik an der bestehenden Filmindustrie bleibt weiter auf der Tagesordnung. Nun thematisierte Schauspielstar Susan Sarandon ein Grundproblem, das ihrer Meinung nach in Hollywood besteht: "Intelligenz ist dort definitiv nicht nötig. Ich bin nicht sicher, ob sie ein Vor- oder Nachteil ist. Aber die Unterhaltungsindustrie belohnt Mittelmäßigkeit", sagte die 71-Jährige im Gespräch mit dem Magazin "Vogue".

Zudem kritisierte die Oscarpreisträgerin, welche Tragweite Social Media dieser Tage im Filmbusiness besitze: "In Hollywood haben nicht mehr die gleichen Leute wie früher das Sagen. Heute herrscht dort eine Bankiersmentalität. Wenn jemand eine Rolle erhält, dann haben sie sich vorher angeschaut, wie viele Follower die Person im Netz hat."

Die Folgen der MeToo-Debatte und der Diskussion um Harvey Weinstein sprach Sarandon ebenfalls an: "Harvey hat seine Macht ausgenutzt wie viele in anderen Berufen auch. Aber ich glaube, dass sich das Casting immer auf Menschen konzentrieren wird, die jemand begehrt, Männer und Frauen. Die Männer wählen Männer, die sie selbst gern wären, und Frauen, die sie haben möchten. Das spielt sich irgendwo im Unterbewusstsein ab. Und es hat nichts damit zu tun, wer für die Rolle eigentlich die beste Besetzung wäre. Die Wahl ist völlig subjektiv."

Schauspielerin Susan Sarandon

Susan Sarandon
Zuletzt sah man Susan Sarandon (links, mit Kathryn Hahn) in "Bad Moms 2" (erhältlich auf BD und DVD).   Foto: 2017 Hilary Bronwyn Gayle / STX Financing / Tobis Film
Susan Sarandon
In der aktuellen Ausgabe der "Vogue" spricht Susan Sarandon offen über Probleme der Filmbranche.   Foto: Vogue