"Das ist so lächerlich": Heftige Verbalattacke gegen Münchens OB

Nachdem der Münchner Oberbürgermeister den Sänger Roger Waters scharf angegriffen hatte, reagierte der während seines Konzerts in der Olympiahalle mit nicht minder klaren Worten.

Von teleschau - der mediendienst

Roger Waters
Roger Waters hat die Vorwürfe, er sei Antisemit, als "lächerlich" zurückgewiesen.   Foto: Sean Evans

"Das ist so lächerlich, dass es nicht lustig ist": Roger Waters hat am Mittwochabend mit scharfen Worten auf die Vorwürfe des Münchner Oberbürgermeisters Dieter Reiter reagiert, er sei Antisemit. "Es ist ein kleiner Schritt vom Verbieten eines Rockkonzerts zum Verbrennen von Büchern", so der Musiker während seines Konzerts in der Münchner Olympiahalle.

Reiter hatte dem Mitbegründer der legendären Rockband Pink Floyd zuvor vorgeworfen, "antisemitische Boykottkampagnen gegen Israel" zu unterstützen. Stünde es in seiner Macht, so Reiter in einer Erklärung, hätte er das Konzert verbieten lassen.

Roger Waters nutzte seinen Auftritt in der restlos ausverkauften Olympiahalle, um klarzustellen, dass er ein Verfechter von "Menschenrechten für jeden" sei. Auf die Leinwand ließ er den Schriftzug "Resist Antisemitism" projizieren. An das Publikum gewandt sagte er: "Dank der Liebe, die mir hier entgegengebracht wurde, bin ich hoffnungsvoller als bei meiner Ankunft in München."

Waters unterstützt, wie viele andere Musiker auch, seit Jahren die Organisation BDS ("Boycott, Divestment and Sanctions"). BDS setzt sich nach eigenen Angaben für die Unterstützung der Palästinenser ein.

Musiker Roger Waters

Roger Waters
Roger Waters macht mit seiner Israel-Kritik immer wieder Schlagzeilen. Er unterstützt die Organisation BDS, die sich für die Rechte der Palästinenser einsetzt.   Foto: Carl Court / Getty Images
Roger Waters
Roger Waters (rechts) gründete Ende der 60-er die Band Pink Floyd mit.   Foto: Warner