Schluss mit Schürfen auf Apple-Geräten

Apple hat seine neuen App-Store-Regeln veröffentlicht. Apps ist es demnach verboten, die Rechenleistung der Geräte für das Erzeugen von Kryptowährungen wie Bitcoin zu verwenden.

Von Jan Treber

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Auf Apple-Geräten dürfen Apps keine Kryptowährungen wie Bitcoin mehr schürfen.   Foto: Creative Commons Zero (CC0)

Selten verursachte die Aktualisierung der sogenannten "App Store Review Guidelines" so viel Aufsehen. Apple hat mit dem Update des Regelwerks dem Krypto-Mining auf allen Geräten den Todesstoß versetzt und verbietet es explizit: "Apps, inklusive Anzeigen von Drittanbietern, die in diesen angezeigt werden, dürfen keine Hintergrundprozesse ohne Bezug wie das Mining von Krypto-Währungen ausführen."

Apple reagiert damit insbesondere auf Apps, die die Rechenleistung etwa eines iPhones heimlich ausnutzen, um damit Kryptowährungen zu erzeugen. Meist nehmen Nutzer keine Notiz von diesen Vorgängen und bemerken höchstens, dass das System langsamer läuft.

Das Mining in der Cloud ist allerdings weiterhin gestattet, weil damit nicht Rechenleistung der Endnutzer missbraucht wird. Weniger streng greift Apple durch, wenn es um sogenannte Initial Coin Offerings (ICOs) geht, also den Verkauf von Kryptowährungen zur Finanzierung von Start- Ups. Apps, die ICOs "ermöglichen", dürfen weiterhin im App Store angeboten werden. Die neuen Regeln gelten auf allen iOS- watchOS-, tvOS- und macOS-Geräten.

Rubrik Computer - Internet