Möglichst nah dran am Original

Bei Metalicover ist der Name Programm: Regionale Coverband hat alle Metallica-Klassiker im Gepäck

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Möglichst nah dran am Original

Metalicover: (von links) Gitarrist Marc Nesselhauf, Drummer Tilman "Theo" Berberig, Basser Gary Rodmen und Frontmann Nik Gledic. Foto: privat

Es ist schon 30 Jahre her, trotzdem kann sich Nik Gledic noch ganz genau an den Moment erinnern, als er zum ersten Mal "Master Of Puppets" gehört hat. "Ich war zu Fuß in Heilbronn unterwegs, ausgerüstet mit Kassette und Walkman", sagt der 43-Jährige. "Beim Anhören hat dieses Album so viel in mir ausgelöst, ich war hin und weg und auf einen Schlag in einer komplett anderen Welt." Der Leingartener ist sich sicher: Metallica haben maßgeblich dazu beigetragen, dass er heute Gitarre spielt und singt. Und als Frontmann von Metalicover kann er seine Leidenschaft für die Musik der US-Kapelle auch gebührend ausleben.

Musik statt Nonsens

Schon seit 2010 besteht die Coverband mit dem einprägsamen Namen − und hat sich im Lauf der Jahre in der Region einen guten Ruf erarbeitet. "Unser Ziel ist, die Live-Versionen der Metallica-Songs so authentisch und originalgetreu wie möglich zu spielen", betont Gledic. "Wir verkleiden uns nicht und studieren auch keine Posen ein, dafür legen wir großen Wert darauf, dass musikalisch alles zu hundert Prozent passt." Was auf der Bühne passiere, sei echt und nicht gekünstelt. "Wir lieben die Musik dieser Band. Und ich glaube, das sieht man auch."

Im Schnitt spielt die vierköpfige Truppe einmal im Monat − in Clubs und Pubs, auf Festen und Festivals. Je nach Location und restlichem Line-up dauert eine Metalicover-Show zwischen 90 und 150 Minuten. Da alle Bandmitglieder berufstätig und Familienväter sind, beschränkt sich der Live-Aktionsradius im Normalfall auf Baden-Württemberg. Mit einer Ausnahme. "Einmal im Jahr fahren wir nach Erfurt, das Publikum dort ist einfach unfassbar geil", schwärmt Nik Gledic. "Die gehen schon beim Intro total ab."

Spannungsbogen aufbauen

Da die Diskografie von Metallica mehrere stilistische Brüche aufweist und demzufolge eine Fülle teilweise sehr unterschiedlicher Songs zur Verfügung steht, wird jedes Metalicover-Set im Vorfeld des Auftritts angepasst. "Manchmal spielen wir mehr vom schwarzen Album oder von Load und Reload, manchmal nur Sachen von den ersten vier Alben", sagt Gledic. "Das hängt zum Beispiel davon ab, welches Publikum am Abend voraussichtlich da sein wird." Doch unabhängig davon, ob eher thrashige Tracks oder groovige Nummern auf der Setlist stehen: Wichtig sei, dass die Songabfolge stimmt und ein Spannungsbogen entsteht. Gledic: "Manche Lieder passen einfach nicht zusammen und wirken live dann als Stimmungskiller. Das haben wir alles schon erlebt."

Neben der instrumentalen Detailtreue können Metalicover noch mit einem anderen Pfund wuchern: Nik Gledics Gesang, der dem von James Hetfield doch schon sehr nahe kommt. "Dass ich so klinge, war nicht beabsichtigt, sondern hat sich einfach ergeben", erzählt er. "Als ich noch bei der Metalband The Past Alive gesungen habe, wurde mir das zuweilen sogar zum Vorwurf gemacht. Es hieß, ich würde Hetfield kopieren." Heute kann er darüber schmunzeln. Und wer sich selbst ein Bild vom Metalicover-Sound machen will, kann ja am Samstagabend, 14. Dezember, im Öhringer Rocks vorbeischauen.

Buchungsanfragen booking@metalicover.de


Alexander Rülke

Alexander Rülke

Stv. Ressortleiter Leben und Freizeit

Alexander Rülke ist im Ressort Leben und Freizeit für die Sonderveröffentlichungen des Medienunternehmens zuständig. Dazu gehören unter anderem das Wochenendmagazin Freizeit sowie die Autostimme. Der gebürtige Heilbronner interessiert sich für alle Neuigkeiten auf vier Rädern und ist in der Redaktion zudem Ansprechpartner für Themen rund um Heavy Metal.

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