Berliner Fashion Week: Luftig und verspielt

Berlin  Designer zeigten auf der Fashion Week die Mode für den Sommer 2018. Weiß und Schwarz bleiben bei vielen Designern die Dauerbrenner - und der Tiger ist zurück.

Von dpa
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Modewoche in Berlin – das heißt auch Prominenz in der Hauptstadt. Hollywoodstar Goldie Hawn, Schauspieler Matthias Schweighöfer und Schlagerstar Florian Silbereisen besuchten die Show von Stardesigner Guido Maria Kretschmer. Er zeigte vor spektakulärer Kulisse Damen- und Herrenmode. Doch anders als die anderen Modeschöpfer, die schon die nächste Sommerkollektion präsentierten, zeigte Kretschmer Mode für den kommenden Herbst und Winter. Der Grund: Eine neue Kooperation mit einem Versandhändler. Die Frauen auf dem Laufsteg trugen sehr viel Glitzer und Pailletten. Die Männer durften weiße Shorts zum Jackett tragen. Die prominenten Gäste saßen bei Kretschmer in der ersten Reihe auf Sofas, darunter Jenny Elvers, Model Rebecca Mir mit ihrem Mann Massimo Sinató und „Let’s Dance“-Gewinner Gil Ofarim.

 

Die britische Modedesignerin Stella McCartney besuchte die Fashion Week als Schirmherrin des Nachwuchswettbewerbs „Designer for Tomorrow“. Dort machte sie sich für mehr Nachhaltigkeit in der Mode und einen bewussten Konsum stark. „Nachhaltigkeit ist Teil meiner DNA“, sagte die Tochter von Paul McCartney. Es sei wichtig für jeden einzelnen, auf die Umwelt zu achten und verantwortlich zu konsumieren – das gelte auch und besonders für Mode. Die Auszeichnung bekam in diesem Jahr die 1987 in Essen geborene Lara Krude.

So gut wie alles ist erlaubt

Und die Mode? Wenn’s nach den Designern geht, ist im kommenden Sommer so gut wie alles erlaubt. Präsentiert wurden bei der Berliner Fashion Week, die gestern Abend zu Ende ging, ausgesprochen luftige Kleidung für die kommende Saison. So ließ Modemacher Dawid Tomaszewski seine Models vor der Kulisse des Berliner Doms (fast) oben ohne auftreten – statt BH nur ein kleines Blümchen aus Strass-Steinen auf der Brust. Auch bei Antonia Goy gab es Oberteile aus einem Hauch von Nichts, dafür unten etwas wärmer mit Socken in den Pumps.

Deutlich klassischer liebt es Malaika Raiss, die bei ihrer eleganten Wohlfühlmode dieses Mal besonders auf Weiß und Naturtöne setzt. Weiß und Schwarz bleiben auch bei vielen anderen Designer die Dauerbrenner, oft mit Farbtupfern in Pink, Orange oder Grün. Beim Label Marc Cain trugen die Models florale Drucke und große Stoffblumen auf Schulter, Hals und Taille. In der ersten Reihe saßen die Schauspielerinnen Iris Berben, Alexandra Maria Lara, Topmodel Lena Gercke und Sängerin Lena Meyer-Landrut.

Safari Khaki-Töne, Pflanzenprints, hochgeschnittene Hosen, gebundene Taillengürtel, luftige Blusen und natürlich Safarihüte erinnerten nicht nur bei Marc Cain und Riani an einen Urlaub in der Wüste. Dazu gibt es ein neues Trend-Tier: Auf mehreren Taschen, Kleidern und Blusen war ein Tiger zu sehen. Passend zum Safari-Trend darf Frau wieder Shorts tragen – am besten luftig geschnitten und mit Taschen. Dazu passt eine Bluse mit einem gebundenen Gürtel um die Taille.

Riani machte aus seiner Fashionshow im Berliner Umspannwerk am Alexanderplatz eine lateinamerikanische Fiesta. Eröffnet wurde der Catwalk mit einem Samba von Profitänzerin Motsi Mabuse („Let’s Dance“) und ihrem frisch angetrauten Ehemann Evgenij Voznyuk. Die Kollektion ist vor allem eines: temperamentvoll mit verführerischen Schnitten und den gerade so angesagten Volants. Einen Kontrapunkt setzen Ewa Herzog und Lena Hoschek. Bei der Berlinerin Herzog gibt es viel transparente Spitze und weich schwingende Röcke. Die Österreicherin Hoschek, seit langem ein Publikumsliebling in Berlin, holt mit ihren romantisch-verspielten Blumenmädchen viel Applaus.

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