SPD Kreisverband startet sein Bundestagswahlkampf

Öhringen  Der SPD Kreisverband hat sein Bundestagswahlkampf am Rande des Wochenmarkts mit viel Laufpublikum gestartet. In der Großen Kreisstadt durften die Parteien ab Samstag mit der Plakatierung zur Bundestagswahl beginnen.

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Kevin Leiser diskutiert mit der Hohenloher SPD Vorsitzenden Caroline Vermeulen. Beide mischten sich später noch unter die Besucher des Wochenmarkts.

Foto: Jani

In der Großen Kreisstadt durften die Parteien ab Samstag mit der Plakatierung zur Bundestagswahl beginnen und die sommerlichen Temperaturen zogen die Menschen schon morgens in die Stadt: Unter diesen Bedingungen läuteten die beiden Kreisverbände der SPD Hohenlohe und Hall die heiße Phase des Wahlkampfs zur Bundestagswahl im September auf dem Öhringer Marktplatz, gleich neben dem Wochenmarkt ein.

Leiser: "Ich habe ich richtig Bock auf ein gutes Ergebnis"

"In 298 Wahlkreisen geht es heute endlich los", freut sich ein sichtlich gut gelaunter Kevin Leiser, der zum ersten Mal für den Bundestag kandidiert. Und nicht nur deshalb, betonte er "habe ich richtig Bock auf ein gutes Ergebnis." Der Besucherandrang in Öhringen ist nicht riesig, die Begrüßung dafür herzlich. "Ah da kommen ja die Neuensteiner", freut sich die hohenloher SPD Vorsitzende Caroline Vermeulen und beginnt ein Gespräch, bevor der 27-jährige Leiser auf einige Eckpunkte des Wahlprogramm der Sozialdemokraten eingeht. Es gibt keinen endlosen Reden des Lehrer, vielmehr wird der Kontakt nach dem kurzen Überblick zu den Menschen gesucht.

Doch das Wichtige zuerst: "Es wird Zeit, dass wir mal wieder ein richtig gutes Ergebnis reinholen", schwört Leiser die Zuhörer ein. Bei der Wahl im Jahr 2005 habe man immerhin rund acht Prozent aufgeholt, warum sollte das nicht noch einmal klappen? Und für dieses Ziel gibt es Spontanapplaus.

Landleben stärken und sozialer Klimaschutz

Anhand von drei Oberthemen führt Leiser schließlich einige wichtige Punkte im Wahlprogramm aus: Landleben stärken, sozialer Klimaschutz und menschengerechte Digitalisierung. Der ländliche Raum soll seiner Meinung nach in den Vordergrund rücken. Ärzte etwa müssen her, nicht nur auf dem Papier. Weiter muss Klimaschutz bezahlbar sein. Bei der Digitalisierung sei es ausschlaggebend, dass der Mensch im Vordergrund steht.

Handwerksberufe aufwerten

Wichtiger Punkt sei zudem Aufwertung einzelner Berufe. Handwerk, zum Beispiel "ist cool", meint er. "Jeder sollte für das, was er tut, Respekt bekommen." Auf der Liste der SPD stehe zudem, Europa zu reformieren. Das Einstimmigkeitsprinzip bei außenpolitischen Entscheidungen etwa müsse wegfallen. Ebenso brauche es ein System für Mindestlöhne, das auf jedes einzelne Land zugeschnitten ist. Und wie es sich im politischen Endspurt gehört, bekommen auch die anderen Parteien ordentlich ihr Fett weg.

Treue Anhänger

Mit von der Partie ist auch eine treue Anhängerin der Sozialdemokraten: Ingrid Kümmerle aus Neuenstein. "Schon mein Opa war in der SPD und meine Oma, obwohl sie durch und durch christlich war. Sie ist 1897 geboren", betont die Rentnerin. Da hätten die Sozialdemokraten Tradition.

 

Stefanie Jani

Stefanie Jani

Autorin

Stefanie Jani schnupperte schon zu Schulzeiten in die journalistische Arbeit der Stimme. Nach dem Studium in Regensburg und verschiedenen Praktika kehrte sie zurück in die Heimat und ist seit 2011 Redakteurin in Hohenlohe.

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