So ticken die kleinen Parteien und ihre Kandidaten im Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe

Hohenlohe  Sozialismus, Ökologie und eine Bierpreisbremse: Fünf kleinere Parteien treten im Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe mit eigenen Kandidaten bei der Bundestagswahl an. Drei stellen wir näher vor, zwei meldeten sich nicht.

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Elf Parteien kämpfen am 26. September im Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe um den Einzug in den Bundestag. Neben den bereits im deutschen Parlament vertretenen Parteien CDU, SPD, FDP, Grüne, AfD und Linke kämpfen im hiesigen Wahlkreis auch fünf kleinere Parteien um die Gunst der Wähler. Die HZ hat diese fünf Kandidaten um Informationen zu ihrer Person und ihren politischen Zielen sowie um ein privates Foto für ein Kurzporträt gebeten.

Keine Reaktion auf unser Anschreiben kam in der gesetzten Zeit von Karlheinz Braun (Freie Wähler) aus Pfedelbach und Marcus Rohrbach (Die Basis) aus Crailsheim.

 

Karl Wilhelm Maier (MLPD)

Für die MLPD tritt Wilhelm Maier an.

Für die MLPD (Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands) tritt Karl Wilhelm Maier aus Schwäbisch Hall als Direktkandidat an. 1947 in der Siederstadt geboren, hat der 74-Jährige als Grund- und Hauptschullehrer gearbeitet. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und fünf Enkel. Letzteren widmet er gerne viel Zeit. Seine Hobbys sind Fahrradfahren, Volleyball, Lesen und natürlich seine Partei und die Politik. Bereits während des Studiums habe er sich organisiert.

Maier sieht den Kapitalismus/Imperialismus als Ursache für die Umweltzerstörung, wachsende Kriegsgefahr und die vielen Flüchtlinge. "Die Zukunft unserer Jugend liegt mir am Herzen, die unter Corona am meisten zu leiden hatte." Es sei Zeit, über ein alternatives Gesellschaftssystem, den Sozialismus, nachzudenken.

 

Friedrich Zahn (ÖDP)

Das sind die Kandidaten der kleineren Parteien im Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe

Für die ÖDP tritt Friedrich Zahn an.

Weil die Corona-Pandemie und der Klimawandel deutlich machten, dass große Veränderungen nötig seien, es ein "Weiter so" nicht geben dürfe, tritt Friedrich Zahn aus Gaildorf wie schon 2017 für die ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei) bei der Bundestagswahl an.

Der 69-jährige Gymnasiallehrer im Ruhestand ist verheiratet und hat vier erwachsene Kinder. Der ÖDP gehört er seit 1980 an und vertritt die Partei als Kreisrat im Landkreis Schwäbisch Hall. Zudem engagiert er sich als Posaunenchorleiter und Sprecher der ADFC-Ortsgruppe Gaildorf. Unter anderem benötige Deutschland in der Landwirtschaft faire Preise für umweltverträglich hergestellte Produkte und eine Mobilitätswende im Verkehr, nennt Zahn zwei seiner politischen Ziele.

 

Knud Wetzel (Die Partei)

Das sind die Kandidaten der kleineren Parteien im Wahlkreis Schwäbisch Hall-Hohenlohe

Für die Partei tritt Knud Wetzel an.

Für Die Partei bewirbt sich Knud Wetzel aus Blaufelden um einen Sitz im Bundestag. Der 51-Jährige ist selbstständig, ledig, hat eine Tochter und sei "insgesamt zufrieden". Als politisches Ziel der Satirepartei nennt Wetzel, Atomkraftwerke ins duale System aufzunehmen. Die Betreiber sollten sich verpflichten, Brennstäbe und Verpackungen zurückzunehmen und für die Entsorgung des produzierten Atommülls aufzukommen.

Weiter möchte Wetzel, dass der "ominöse ÖPNV", wenn er im Wahlkreis jederzeit zwischen 5 bis 24 Uhr verfügbar sei, nur 364 Euro im Jahr kosten dürfe.

Weiter möchte er mehr "echte Wissenschaftler" in den Bundestag schicken und macht sich nach eigener Aussage für eine "Bierpreisbremse mit gleichzeitiger Einführung eines Bierpreisspiegels" stark.

 

Bettina Hachenberg

Bettina Hachenberg

Autorin

Bettina Hachenberg ist seit Februar 1988 Redakteurin bei der Hohenloher Zeitung in ihrer Heimatstadt Öhringen.

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