Knorr-Mutter Unilever steigert Umsatz deutlich

London/Heilbronn  Der Konsumgüterhersteller Unilever, zu dem die Heilbronner Traditionsmarke Knorr gehört, hat im vergangenen Jahr trotz der wirtschaftlichen Abkühlung in vielen Schwellenländern beim Umsatz um zehn Prozent auf 53,3 Milliarden Euro zugelegt.

Von Manfred Stockburger und dpa
Email

Bereinigt um Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe entspricht dies einem Plus von 4,1 Prozent. Insbesondere gute Verkäufe von Magnum-Eis und Pflegeprodukten wie Dove im Schlussquartal, aber auch Preiserhöhungen hätten dem Konzern mit Sitz in London und Rotterdam dabei auf die Sprünge geholfen.

Auf einzelne Länder schlüsselt das Unilever seine Zahlen nicht mehr auf. Die Marke Knorr habe sich im Inland "mehr als stabil" entwickelt, heißt es bei dem Unternehmen - trotz rückläufiger Verkaufspreise. Vorstandschef Paul Polman verwies in seiner Präsentation auf gute Mengenentwicklungen in den Schwellenländern und in Europa auf Innovationen wie die in Heilbronn entwickelten Knorr-Produkte mit natürlichen Zutaten. Weltweit kehrte die Unilever-Lebensmittelsparte mit einem Plus von 1,5 Prozent auf den Wachstumspfad zurück und steuerte 12,9 Milliarden Euro zum Konzenumsatz bei.

Im laufenden Jahr stellt sich der Konzern laut Paul Polman auf rauere Marktbedingungen und starke Schwankungen ein. Beim Gewinn musste Unilever bereits 2015 Abstriche machen, was den Angaben zufolge aber im Wesentlichen daran lag, dass der Verkauf von Pastasaucen-Marken 2014 das Ergebnis erhöht hatte. Der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn ging deswegen um fünf Prozent auf 4,9 Milliarden Euro zurück.