Knorr-Beschäftigte protestieren gegen Standort-Verlagerung

Heilbronn  Bei einer Betriebsversammlung am Nachmittag haben Mitarbeiter des Heilbronner Knorr-Standorts gegen die Pläne des Mutterkonzerns Unilever protestiert, die Entwicklungsabteilung komplett nach Holland zu verlagern.

Email

Der Schock über die Ankündigung von Unilever, dass das Heilbronner Knorr-Entwicklungszentrum mit etwa 220 Arbeitsplätzen bis 2019 nach Holland verlagert werden soll, sitzt tief. 

Als Gast hat sich der Heilbronner Oberbürgermeister Harry Mergel angesagt. „Gerne spreche ich dort, um für die Beschäftigten und den Standort ein Zeichen zu setzen“, sagte Mergel nach einem „guten und offenen Gespräch“ mit Vertretern der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer.

Zu der Versammlung hat sich auch Hermann Soggeberg angesagt, der Vorsitzende des Konzernbetriebsrats von Unilever Deutschland und des Europäischen Betriebsrats von Unilever.

Soggeberg weist darauf hin, dass der Unilever-Konzern auch in der zentralen Beschaffungsorganisation in Schaffhausen 100 Stellen streichen möchte. Vor zehn Jahren war dieser Standort aufgebaut worden, so wie jetzt ein europäisches Forschungszentrum entstehen soll. „Wir erwarten, dass Menschen eben nicht wie Schachfiguren in Europa hin und her geschoben werden können“, so Soggeberg.

Laut Soggeberg hat das Unternehmen inzwischen zugesagt, dass mit dem geplanten Neubau erst begonnen wird, nachdem es Konsultationen mit den Arbeitnehmervertretern gegeben hat.  mfd