Chefwechsel bei Läpple

Heilbronn  Paukenschlag bei Läpple. Der Automobilzulieferer bekommt Anfang des kommenden Jahres eine neue Führungsspitze.

Von unserem Redakteur Jürgen Paul

Chefwechsel bei Läpple
Vorstandssprecher Peter Spahn (im Bild zweiter von rechts) hat den Heilbronner Autozulieferer Läpple gemeinsam mit Finanzvorstand Siegbert Hummel in den vergangenen Jahren wieder in die Gewinnzone geführt. Fotos: Läpple

Wie die Heilbronner Stimme vom Unternehmen erfuhr, verlassen Vorstandssprecher Dr. Peter Spahn (60) und Finanzvorstand Siegbert Hummel (52) die Läpple-Gruppe "auf eigenen Wunsch, um sich neuen Herausforderungen zu widmen".

Neuer Vorstandssprecher wird Klemens Schmiederer (56), neuer kaufmännischer Vorstand wird Stephan Itter (49). Schmiederer kommt von der Tüv Süd AG, wo er derzeit als Vorstand den Geschäftsbereich Mobility sowie die Region Europa verantwortet. Zuvor war er mehr als 25 Jahre beim Autozulieferer Behr tätig, der heute zum Mahle-Konzern gehört.

Chefwechsel bei Läpple

Klemens Schmiederer.

Stephan Itter kommt vom Autozulieferer ZF TRW, wo er zuletzt als Vice President Finance & IT für den Unternehmensbereich Global Body Control Systems verantwortlich war, der elektronische Komponenten produziert, die sich mit der Fahrzeugsteuerung befassen.


"Im Namen des gesamten Aufsichtsrats und der Familie möchte ich mich bei Herrn Dr. Spahn und Herrn Hummel für ihre hervorragende Arbeit bedanken", teilt Aufsichtsratschef Dr. Gerd Kleinert mit. Die beiden Manager hätten ihre Aufgabe, das Unternehmen nachhaltig zu stabilisieren und weiterzuentwickeln, in herausragender Weise erfüllt.

Chefwechsel bei Läpple

Stephan Itter.

Spahn und Hummel kamen Anfang 2014 zu Läpple und machten das Unternehmen wieder profitabel. 2015 fuhr Läpple das beste Ergebnis seit 2004 ein. Auch wurde kräftig investiert, etwa in eine neue Transferpresse.


Die Nachfolger Schmiederer und Itter sind laut Kleinert "zwei ausgewiesene Automotive-Experten, denen die Zulieferer-Perspektive bestens vertraut ist". Sie könnten Läpple aus einer "Position der Solidität und Ertragsstärke heraus weiterentwickeln".