Das Heimatbuch war seine „glanzvollste Tat“

Feierstunde für Karl-Heinz Dähn in der Vinothek „Sonne“ in Löwenstein - Alt-BM Ernst Birk lobt die Verdienste des 80-Jährigen

Von Anne Väisänen

Das Heimatbuch war seine „glanzvollste Tat“
Arne und Ruth Schmidt, Enkelkinder von Stimme-Altverleger Frank Distelbarth, trugen für Karl-Heinz Dähn bei der Feierstunde eine Geschichte von Manfred Kyber vor. (Foto: Anne Väisänen)

Von Anne Väisänen

„Die Überraschung ist ja voll gelungen“, zeigte sich das Geburtstagskind sichtlich berührt, nachdem der gemischte Chor des Gesangvereins Liederkranz Löwenstein ihm zu Ehren ein kleines Ständchen vorgetragen hatte.

Zwölf Jahre lang hatte Karl- Heinz Dähn selbst den Taktstock geschwungen. Außerdem dirigierte er den Kirchenchor, engagierte sich als Organist und war Leiter der Volkshochschule.

Im Jahr 1973 zog Dähn von Löwenstein nach Untergruppenbach, doch dem Bergstädtchen blieb er stets verbunden, leben doch hier einige seiner engsten Freunde und Weggefährten. Beispielsweise der Stimme-Altverleger und frühere stellvertretende Bürgermeister Frank Distelbarth, dessen Enkelkinder Arne und Ruth eine rührende Tiergeschichte von Manfred Kyber vortrugen.

Denn der ehemalige Stadtarchivar Dähn hatte nicht nur die Ausgrabungen an der Burg Löwenstein geleitet, sondern hatte auch das Manfred-Kyber-Museum maßgeblich aufgebaut. „Karl-Heinz Dähn hat das Bild der Stadt Löwenstein in vielen Dingen mitgeprägt“, betonte Bürgermeister Klaus Schifferer, der gemeinsam mit Karin Burmeister vom Rathaus die Feierstunde organisiert hatte.

Alt-Bürgermeister Ernst Birk, ein langjähriger Wegbegleiter des ehemaligen Grundschulrektors in Löwenstein, erinnerte in seiner Laudatio an die prägnantesten Stationen im Leben von Dähn, der sich durch ein tief ausgeprägtes geschichtliches Bewusstsein auszeichne. „Die Gestaltung des Löwensteiner Heimatbuchs war Deine glanzvollste Tat“, sagte Ernst Birk über dessen langjährige und intensive Arbeit am Heimatbuch, das vom damaligen Regierungspräsidenten Friedrich Römer als bestes in Baden-Württemberg gelobt worden war.

„Ich könnte mir Löwenstein ohne dich gar nicht mehr vorstellen“, so Ernst Birk, der auch an Dähns starkes Engagement für die 750-Jahr-Feier der Stadt Löwenstein im Jahre 1987 erinnerte.

Richard Betz, Vorsitzender des Bürger- und Heimatvereins, hielt eine weitere Überraschung für das Geburtstagskind bereit: Er ernannte Dähn zum Ehrenmitglied des Vereins. „Ich bin erschlagen“, zeigte sich das Geburtstagskind ergriffen ob der Auszeichnung.

Dass zahlreiche Löwensteiner Bürger den 80. Geburtstag nicht vergessen hätten, hat der Untergruppenbacher am frühen Morgen am 23. August gemerkt. Da rief ihn die 89-jährige Pauline Gruber vom Rittelhof an und spielte dem Jubilar vier Choräle auf ihrer Mundharmonika.