Rauschendes Fest in Blau-Gelb

Rund 10 000 Besucher kamen zum Tag der offenen Tür ins Edeka-Logistikzentrum

Von Karin Freudenberger

„Wir wollen den Leuten einfach zeigen, wofür der Name Edeka steht.“

Pressesprecher Gert Duschan

Ellhofen - Der Andrang war enorm. Zum Tag der offenen Tür im Gewerbegebiet zwischen Ellhofen und Weinsberg strömten rund 10 000 Besucher am Sonntag. Viele Gäste schauten sich im Edeka-Logistikzentrum um. Nach der Spar-Übernahme drohte vor zweieinhalb Jahren noch das Aus. Jetzt boomt der Standort mit 600 Beschäftigten.

Die Besucher erwartete ein Volksfest, das weit über Lebensmittel hinausging: Hüpfburgen für Kinder, Mini-Eisenbahn durch das Gelände, Karussell und eine Art Fußballreiten. Der Musikverein Lehrensteinsfeld sowie die Band R.O.C.K.S unterhielten die Gäste musikalisch.

„Wir wollen den Leuten einfach zeigen, wofür der Name Edeka steht“, erläutert Pressesprecher Gert Duschan den Hintergrund des Events. Immerhin werden von Ellhofen aus Partnerfirmen im Umkreis von bis zu 150 Kilometern beliefert. Für diese Logistik betreibt die Firma eine Lagerfläche von 45 000 Quadratmetern. In Hochregallagern mit bis zu zwölf Metern Höhe werden gigantische Mengen an Lebensmitteln und anderen Artikeln des täglichen Bedarfs gelagert.

Bekenntnis Ganz klar spricht Duschan ein Bekenntnis zum Standort Ellhofen aus, der in der Zeit vor Edeka ja mehrfach gefährdet war. „Wir haben hier mehrere Millionen Euro in die Logistik investiert und wollen natürlich, dass diese sich in den nächsten Jahren amortisieren“, zeigt er Zukunftsperspektiven auf. Der Standort sei wegen der zentralen Lage und der guten Anbindung an die Autobahn so interessant.

Beim Rundgang durchs Lager fallen die unterschiedlichen Temperaturen auf. Die aktuelle Tagestemperatur herrscht im sogenannten Trockenlager. Hier lagern beispielsweise Süßigkeiten, Hygieneartikel oder Konserven. „Schau mal, da sind ganz viele Nudeln“, zieht die vierjährige Birgit staunend ihre Oma zu einer Palette. Nach einigem Suchen entdeckt sie auch ihre Lieblingssorte Spaghetti. In der nächsten Halle ist es dagegen deutlich kälter. Kühlaggregate und Ventilatoren sorgen dafür, dass hier konstant fünf Grad herrschen. „Für manche Artikel wie zum Beispiel Bananen oder Kartoffeln ist das aber zu kalt, also müssen wir andere Räume etwas höher temperieren“, erklärt Betriebsleiter Martin Lampe. Maximilian untersucht derweil den Adress-Stempel auf der Palette mit Früchten. „Ich will schauen, ob diese Ware morgen in das Geschäft von der Mama geliefert wird“, erklärt er fachmännisch.

Rollcontainer Immerhin verlassen täglich 5000 bis 6000 Rollcontainer das Lager. Dafür stehen 35 eigene Lastwagen sowie 40 Fahrzeuge von Subunternehmen zur Verfügung. Angefahren wird das Lager wiederum von Lieferanten mit 4000 Paletten täglich. Für den internen Verkehr sorgen 300 Elektroflurförderfahrzeuge mit Hydraulik, die auf bis zu zwölf Meter Höhe ausfahrbar ist.

Zu den Mitarbeitern in der Wareneingangskontrolle gehört Rudi Marzell. Er lobt das Team, in dem die Arbeit Spaß macht. Und vor allem ist er nach den Unsicherheiten der vergangenen Jahre froh über den Besitzerwechsel. „Jetzt blicke ich optimistisch in die Zukunft“, gesteht er. Eine gute Laune, die sich auch auf die vielen Besucher überträgt. Zumindest so lange, bis ein Gewitter die Feststimmung trübt.