Interesse an Ganztagsgrundschule groß

Weinsberg - Das Schulprojekt der Evangelischen Stiftung Lichtenstern stößt auf große Resonanz, wie der Informationsabend zeigte: Die Liste interessierter Eltern, auch viele Auswärtige, für die neue Ganztagsschule in Gellmersbach ist lang. "Es haben sich 28 Eltern eingetragen, die weitere Informationen wollen", berichtete Schulleiter Thorsten Demmer.

Von unserer Mitarbeiterin Karin Freudenberger

Interesse an Ganztagsgrundschule groß
Vorbild für die künftige Grundschule ist der kooperative Kindergarten in Gellmersbach. Hier feiern Behinderte und Nichtbehinderte Fasching.Foto: Freudenberger

Weinsberg - Das Schulprojekt der Evangelischen Stiftung Lichtenstern stößt auf große Resonanz, wie der Informationsabend zeigte: Die Liste interessierter Eltern, auch viele Auswärtige, für die neue Ganztagsschule in Gellmersbach ist lang. "Es haben sich 28 Eltern eingetragen, die weitere Informationen wollen", berichtete Schulleiter Thorsten Demmer. Das Projekt startet zunächst nur mit einer ersten Klasse, jedes Jahr wird um eine weitere Klasse aufgestockt. Aufgenommen werden können bis zu 17 nichtbehinderte und fünf behinderte Kinder. Auch Eltern von Zweit- und Drittklässern würden ihre Kinder schon jetzt gerne umschulen.

Überwältigt

Die Vorsitzende des Stiftungsvorstands, Sybille Leiß, ist sich sicher, dass das Projekt starten kann. "Ich bin überwältigt von der Resonanz", freute sich Leiß , die in Gellmersbach aufwuchs. Schulleiter Demmer erläuterte das Konzept, zu dem es viele Fragen gab. Die drehten sich etwa um das Mittagessen, das in Lichtenstern als "gutes schwäbisches Essen" frisch zubereitet wird und 3,80 Euro kosten soll. Andere Fragesteller hatten Angst, dass der Ganztagsunterricht an drei Wochentagen plus Hausaufgaben die Kinder überfordern könnte. Demmer beruhigte: Bei einer Unterrichtszeit bis 15 Uhr sei genügend Zeit zum Lernen, so seien keine zusätzlichen Aufgaben mehr nötig. Zudem würden im Schulalltag auch Freiarbeitszeiten eingeplant.

Eine Mutter wollte wissen, ob ihr Kind auch im Kindergarten aufgenommen werden könne, der im selben Gebäude untergebracht ist. So sei der Übergang in die Schule fließend. Erzieherin Kerstin Karow-Schmid berichtete, dass es noch freie Plätze gebe.

Demmer erinnerte die Eltern an die Anmeldefrist, die bis 24. März läuft. Bereits im März will die Stiftung Lehrpersonal einstellen. Im Juni und Juli wird die ehemalige Gellmersbacher Grundschule umgebaut. Ende Juli folgt der erste Elternabend, am 17. September ist der erste Schultag.

Alternative

Zum Infoabend waren viele Eberstädter gekommen. Sie suchten eine Alternative zur staatlichen Grundschule, erwarteten mehr Dynamik und einen besseren Blick für die Persönlichkeit der Kinder, nannten sie ihre Gründe. "Soziale Kompetenz ist wichtig", argumentierte ein Vater, der auf dem Weissenhof aufgewachsen ist und seine Erfahrungen an die nächste Generation weitergeben möchte. Lucie Mandaus möchte hier ihre vierjährigen Zwillingen gerne zunächst in den Kindergarten, dann in die Schule schicken. Die Grantschenerin findet den Kontakt zu behinderten Menschen wichtig für die Entwicklung der Kinder.